19 Neugermaniker!
Bereits Mitte August trafen hier in Rom die 19 neuen Studenten unseres Kollegs ein und lernten in San Pastore Italienisch. Einige der "Neuen" hatten schon zuvor, im Juli, einen Deutschkurs in Frankfurt besucht und studierten so in diesem Sommer gleich zwei neue Sprachen. Gemeinsam mit ihren Duktoren erkundeten sie an den Wochenende die Gegend um Rom und erlebten so auch das Land und seine Bewohner.
Die Kollegsgemeinschaft freut sich, fünf neue Studenten aus Deutschland, vier aus Kroatien, drei aus Bosnien-Herzegovina und drei aus Ungarn, zwei Österreicher und je einen Studenten aus Serbien und Rumänien begrüßen zu dürfen und wünscht den Neugermanikern einen erfolgreichen Start ins Studium hier in Rom.
San Pastore-Fest
3. Oktober 2012Unser Landgut nahe Gallicano trägt den Namen des Heiligen Pastor, dessen Reliquien auch in der dortigen Kapelle verehrt werden. Sein Fest liegt - wie das des Ordensgründers Ignatius von Loyola - in den Sommerferien. Nachträglich feierte deshalb die ganze Hausgemeinschaft in unserem Landhaus diese beiden für unser Kolleg wichtigen Heiligen am 3. Oktober. So endeten die Exerzitien, die seit der Mentorella-Wallfahrt in San Pastore stattfanden, mit einem feierlichen Gottesdienst, dem dieses Jahr wieder Bischof Domenico Sigalini von Palestrina vorstand. In seiner Predigt wendete er die Frage Jesu an seine Jünger, für wen ihn die Menschen hielten, auf uns an: Auch wir stellen uns gegenseitig oft diese Frage: "Wer bin ich für dich?" Unsere Frage nach der eigenen Identität ist von Jesus her zu beantworten: in seiner Nachfolge erkennen wir uns wieder und erkennen wir ihn als den Messias.
Zum anschließenden Festpranzo, bei dem der traditionelle erste Chorauftritt des Jahres die Gäste erfreute, wurden die Neugermaniker, die Rückkehrer aus dem Pastoraljahr und auch der neue Delegat des Jesuitengenerals für das Kolleg, P. Severin Leitner SJ, herzlich begrüßt.
Start des Studienjahres mit der Mentorella-Wallfahrt
26. September 2012Zum Neubeginn des Studienjahres versammelt sich die Hausgemeinschaft des Collegium Germanicum et Hungaricum traditionell am 26. September in aller Frühe und macht sich von Poli aus zu Fuß auf den Weg zum Marienwallfahrtsort Mentorella. So auch in diesem Jahr. Und obwohl die umliegenden Gipfel beim Aufstieg wolkenverhüllt waren, blieben wir auf unserer Wallfahrt von größeren Regenschauern verschont. In seiner traditionellen "Bergpredigt" erinnerte P. Spiritual Kentrup SJ an die vielen Menschen, die uns in Gedanken begleiten. Ganz bewusst trugen wir diese Gebetsgemeinschaft auf der Pilgerschaft zur Jungfrau von der Mentorella mit.
P. Rektor Lautenbacher SJ nahm in seiner Predigt Bezug auf das Marien-Heiligtum und ging dazu vor allem vom VIII. Kapitel der Kirchenkonstitution Lumen Gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils aus. Das Ja Marias zu Gottes Wort ist Vorbild für die ganze Kirche und für unsere Hausgemeinschaft Einladung zur Nachfolge.
Herzlich begrüßt die ganze Kollegsgemeinschaft P. Patsch SJ, der schon einmal, von 2003 bis 2007 ungarischer Spiritual im Kolleg gewesen war und diese Aufgabe nun ein zweites Mal übernimmt. Gemeinsam mit P. Spiritual Kentrup SJ leitete er bereits die an diesem Tag beginnenden Exerzitien für die Neugermaniker. Ihm wünschen wir für Sein Leben und Wirken im Kolleg alles Gute!
Kollegs-Ausflug
5. Mai 2012Am Samstag, dem 5. Mai, war der traditionelle Ausflug des Kollegs. Nachdem der Bus endlich - mit 15 Minuten Verspätung - vom Kolleg aus gestartet war und schon die Richtung nach Norden eingeschlagen hatte, erfuhr die gespannte Kollegsgemeinschaft von den beiden "Reiseleitern" Jonas Klur und Nikola Tomašcević das Reiseziel: Die erste Station sollte Orvieto werden. Dort feierten wir in der sogenannten Corporals-Kapelle, die die Reliquie des eucharistischen Wunders von Bolsena beherbergt, die Heilige Messe.
Anschließend blieb Zeit für eine Stadtbesichtigung. Nach dem "pranzo al sacco" brachte uns der Bus noch weiter nach Norden zur Abbazia Santa Maria dell’Oliveto Maggiore. Die Fahrtzeit nutzen wir für einen gemeinsamen Rosenkranz und eine kleine Siesta. In der Abtei angekommen, besichtigten wir die Klosterkirche und den Kreuzgang, der mit einem beindruckenden Freskenzyklus mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Benedikt geschmückt ist.
Die südliche Toskana - in der wir ja mittlerweile unterwegs waren - ist unter anderem bekannt für ihre kulinarischen Genüsse. Dazu gehört auch der "Brunello", ein schwerer Rotwein, der noch heute im Holzfass ausgebaut wird. Bei einer Weinprobe in einer Kellerei in Montalcino konnten wir auch selbst den "Brunello" verkosten. Der Pfarrer des Dorfes San Quirico d'Orcia, das an der Via Francigena liegt, hatte bei der Vorbereitung des Ausflugs geholfen. Nachdem er uns bereits zur Weinkellerei geführt hatte, zeigte er uns nun noch seine Pfarrei, besonders die schönen romanischen Kirchen.
Zum Schluss des Tages durfte natürlich ein ausgiebiges Abendessen nicht fehlen. Mit Gitarre und Gesang verkürzt war dann die Busfahrt zurück ins nächtliche Rom ein lustiger Abschluss dieses schönen Ausflugs.
Dialog mit Alois Glück und Stefan Vesper vom ZdK
23.4.2012Alois Glück, Präsident des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), und Stefan Vesper, General-sekretär, weilen dieser Tage zu Gesprächen in Rom. Auf Einladung von P. Rektor konnten wir bei einer Austauschrunde die beiden Vertreter des Laiengremiums kennen lernen.
Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung kam das Gespräch recht schnell auf die aktuellen Themen in Kirche und Gesellschaft. Alois Glück beschrieb die Krisenerfahrung nicht nur in der Kirche, sondern beispielsweise in der Wirtschaft und stellte die katholische Soziallehre als Antwort vor, die auch vom ZdK an verschiedenen Stellen eingebracht werde. Im Blick auf die innerkirchlichen Debatten verwies er darauf, dass der Ausgangspunkt aller Überlegungen für notwendige Reformen in der Kirche der Sendungsauftrag Christi sei. Ein ergebnisoffener Dialog verhelfe nicht nur zur notwendigen gegenseitigen Information, sondern vor allem auch zur Rückgewinnung verlorenen Vertrauens.
Sicher war auch unsere Gesprächsrunde in diesem Sinne ein kleiner Beitrag zum Dialogprozess, bot sich doch hier die Möglichkeit, verantwortete, engagierte und vor allem im Glauben wurzelnde Positionen kennen zu lernen.
Nach dem Blick von unserer Dachterrasse über das "Ewige Rom" endete diese Mut machende Begegnung, bevor Alois Glück und Stefan Vesper zum nächsten Termin aufbrachen.
Kar- und Ostergottesdienste
Auch in diesem Jahr haben wir das Triduum Paschale in der Kirche Sant'Ignazio gefeiert.
Einer der Höhepunkte war sicher in diesem Jahr die von Chor und Vorsängern des Kollegs vorgetragene Passion am Karfreitag.
Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Pilger aus Deutschland, die an den Gottesdiensten teilgenommen haben. Am Ostersonntag sang unser Chor - dieses Jahr bei gutem Wetter - auf dem Petersplatz einige Osterlieder und feierte dann mit dem Heiligen Vater das Osterhochamt feiern.
Sieben-Kirchen-Wallfahrt "Weggefährten"
11.3.2012In einem Romführer heißt es:
„Die Siebenkirchenwallfahrt ist in unzähligen Pilgerberichten beschrieben und es gibt Stiche zur Geographie Roms, auf denen nur diese Hauptwallfahrtskirchen und die Obelisken dargestellt werden. Die Siebenkirchenwallfahrt stammt aus der Spätantike.
Zahlreiche Inschriften weisen den Weg, der in St. Peter beginnt und vorbei an St. Paul vor den Mauern, S. Sebastiano an der Via Appia, der Lateransbasilika, Santa Croce in Gerusalemme und San Lorenzo bis zu S. Maria Maggiore führt. Eine Wiederbelebung fand der fast vergessene Brauch im 16. Jahrhundert durch den römischen Heiligen Philipp Neri. Der inszenierte kurz vor Beginn der Fastenzeit die Siebenkirchenwallfahrt als eine Art spirituellen Karneval. Am Fetten Donnerstag vor Aschermittwoch versammelte er riesige Menschenmengen und führte sie von Kirche zu Kirche. Unterwegs ging es lustig zu, denn dafür war Philipp Neri berühmt. Er organisierte große Pic-Nicks, es wurde gesungen und gewandert, und eben auch gebetet. Und auf diese fröhliche Weise erlangte die Siebenkirchenwallfahrt wieder einen besseren Ruf, denn Philipp Neri zeigte, daß wallfahren mehr als triste Entbehrung ist.“

Auch in diesem Jahr war das Kolleg am dritten Fastensonntag wieder auf Sieben-Kirchen-Wallfahrt. Nach dem Pilgersegen kurz nach fünf Uhr in der Frühe ging es - vorbei an den noch geschlossenen Kirchen S. Maria Maggiore und San Lorenzo - zur Kirche Santa Croce, wo eigentlich hätte die Sonntagsmesse gefeiert werden sollen. So standen wir in der aufgehenden Sonne alle gegen sieben Uhr versammelt vor verschlossenen Kirchenportalen, die nicht geöffnet wurden, weil der Custode nicht kam. Eine spontane Programmänderung ließ uns dann den kurzen Weg bis zur nächsten Station gehen, wo wir vor der herrlichen Fassade von San Giovanni in Laterano auch ein stärkendes Frühstück erhielten. Bei strahlendem Sonnenschein ging die Wallfahrt entlang der römischen Stadtmauer hinaus zu den Katakomben. Der Rosenkranz über den grünen Wiesen der Kalixtus-Katakombe gehörte auch in diesem Jahr zu den schönsten Momenten der Wallfahrt. Von der Kirche San Sebastiano pilgerten wir langsam wieder Stadt-einwärts, zunächst zu San Paolo fuori le mura, dann den Gianicolo hinauf. Kurz vor zwölf waren wir dann am Petersplatz angekommen, wo wir nach einer kurzen Ansprache und dem gemeinsam gebeteten Angelus von Papst Benedikt gegrüßt wurden. Den Stationsgottesdienst, der wie die Wallfahrt unter dem Motto "Weggefährten" stand, feierten wir dann gemeinsam abends in der Kirche des Kollegs, sodass die Wallfahrt einerseits dort endete, wo sie begonnen hatte, andererseits sozusagen zu einer Acht-Kirchen-Wallfahrt geworden war.
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Besuch des Ministerpräsidenten von Niedersachsen David McAllister im Kolleg
8.3.2012Auf Initiative der beiden niedersächsischen Studenten im Kolleg hat P. Rektor den Ministerpräsidenten David McAllister, der sich zur Unterzeichnung von Verträgen in Rom aufhielt und auch von Papst Benedikt XVI. empfangen wurde, zu einem Besuch ins Kolleg eingeladen. Nach langer Ungewissheit hatte der Botschafter tatsächlich kurzfristig zugesagt, sodass der Ministerpräsident für eine Stunde ins Kolleg kommen konnte. Schon beim Empfang merkte man Herrn McAllister seine Neugier auf das Kolleg an, sodass die historischen Ausführungen von P. Rektor bei ihm auf große Aufmerksamkeit stießen. Nach dem Besuch einiger signifikanter Orte im Kolleg stellten im Gregoriussaal verschiedene Studenten dem Ministerpräsidenten das Kolleg als europäisches Haus vor. Besonderes Interesse erweckte hierbei die Frage, wie sich unser Zusammenleben mit so vielen Nationen gestaltet. Der abschließende Besuch auf der Dachterrasse, der natürlich für den obligatorischen Fototermin genutzt wurde, bot dann noch einmal die Möglichkeit, frei und ungezwungen mit Herrn McAllister ins Gespräch zu kommen. Von diesen Eindrücken begeistert, fuhr der Ministerpräsident anschließend zum Heiligen Vater.
Festmesse in Santo Stefano Rotondo am 26. Dezember
26.12.2011Am Fest des hl. Stephanus, des ersten Märtyrers, wurde am Sonntag, den 26. Dezember 2011 um 11:00 Uhr, in der Kirche unseres Kollegs Santo Stefano Rotondo eine Festmesse gefeiert. Hauptzelebrant und Prediger war P. Benedikt Lautenbacher SJ, Rektor des Kollegs und der Kirche.
Kollegs-Theater "Bunbury" von Oscar Wilde
10.12. und 11.12.2011Die Kommunität des Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum
ludt auch in diesem Jahr herzlich ein zur Theateraufführung. Gezeigt wurde "Bunbury" von Oscar Wilde.
Besuch von P. General Adolfo Nicolás SJ
30.11.2011Am 30. November besuchte der Generalobere des Jesuitenordens, P. Adolfo Nicolás Pachón SJ, unser Kolleg. In seinem einleitenden Vortrag nahm P. General Bezug auf sein langjähriges pastorales Wirken in Japan und unterstrich dabei die positiven Auswirkungen längerer Aufenthalte in fremden Kulturen für die eigene geistliche und theologische Entwicklung. In seiner Predigt bei der Kommunitätsmesse zeigt er am Beispiel des Tagesheiligen, des Apostels Andreas, und vieler heiliger Missionare in der Geschichte der Kirche auf, dass das Geheimnis eines fruchtbaren priesterlichen Lebens darin besteht, nicht nur einen Teil seines Lebens, sondern sich selbst ganz für den Dienst am Reich Gottes einzusetzen und zu geben.
Aktuelles
- Sommerserenade
- Impressionen von Ostern
- Stationsmesse in Santo Stefano Rotondo
- Visitation durch P. Delegat
- Sieben-Kirchen-Wallfahrt
- Vergelt's Gott Papst Benedikt!
- Besuch des Präsidiums des ZdK im Kolleg
- Giornata Ungherese
- Ökumenische Vesper im Kolleg
- Adventskonzert
- Besuch von P. General im Kolleg
- Admissionen und Beauftragungen im Kolleg
- Messe in Sant'Appolinare zum Gedenken an die Verstorbenen des Kollegs
- Messe im byzantinischen Ritus
- Statistik 2012/13
- Neuer ungarischer Spiritual
- Priesterweihe in Sant'Ignazio
