Akademie: Prof. Dr. Peter Hünermann - „Sakramentalität der Ehe“

19. Mai 2015

„Eine Bringschuld von über 100 Jahren“ - Prof. Peter Hünermann (FM) macht keinen Hehl daraus, dass er der Theologie schwerwiegende Versäumnisse vorwirft, was die dogmatische Ausdeutung des Ehe-Sakraments anbelangt.
In einem inhaltlich gut strukturierten Vortrag zeichnet der 1929 geborene Dogmatikprofessor die wichtigen gesellschaftlichen Veränderungen ebendieser 100 Jahre nach, die eine theologische Auseinandersetzung mit dem Ehe-Sakrament erforderlich machten. Neben der aufkommenden deutschen Frauenbewegung, deren damalige Vorsitzende die allseits bekannte Marianne Weber war, innerhalb welcher aktiv das bürgerliche Scheidungsrecht eingefordert wurde, haben auch die Kriegswirren des frühen 20. Jh.s praktische, moraltheologische Fragen nach sich gezogen, wie etwa die fragliche Möglichkeit, Kondome an die Soldaten der an dem Ersten Weltkrieg beteiligten Truppen zu verteilen.
Und damit sei auch sogleich ein wichtiges Problem innerhalb der Theologie benannt, weshalb es bereits damals der Kirche schwergefallen sei, angemessen auf die gesellschaftliche Geschlechter- und Sexualdebatte zu reagieren: Innerkirchlich wurde sich mit der Ehe seit dem Trienter Konzil lediglich moraltheologisch auseinandergesetzt. Eine weiterreichende dogmatische Befassung fehle seither völlig, so der emeritierte Dogmatikdozent.
Über die eingehende Nennung entsprechender Punkte beispielsweise in der Enzyklika Casti connubii Pius‘ XI. (1930) oder des Zweiten Vaticanums und in Anknüpfung an die Kirchenväter sowie die Scholastiker führte Hünermann eine Bestandsaufnahme durch, um vor Augen zu führen, was in Belangen der Ehe heute noch als theologisch verbindlich zu gelten habe und von welchem Ausgangspunkt es heute möglich wäre, dogmatisch weiterzudenken.

Dass uns die Schrift nichts über eine Systematik Jesu zu Fragen der Ehe überliefere, vereinfache das Fortkommen in dieser Angelegenheit sicherlich nicht, doch möchte der Frater Maior den heranwachsenden Theologen Mut zu sprechen. Auch in heutigen Tagen leite der Geist, sodass wir auch innerhalb dieser Thematik zu evangeliumgetreuen Weiterentwicklungen kommen könnten. Er selbst schlage vor, die Ehe nicht so sehr als einen Vertrag zwischen den Partnern zu sehen, sondern die Definition klarer zu fassen und sie eben als etwas „Vorrechtliches“ zu interpretieren. Es werde nicht allein Korrekturen hinsichtlich der Formulierungen geben müssen, die sich auf eine vertiefte Exegese stützen sollten, sondern auch der Deutung des sakramentalen Zeichens der Ehe, durch die der Ehebund schließlich erst zum Sakrament werde. Die Ehe könne zwar selbstredend nicht geschieden werden, wie sich das viele einfach wünschen. Doch könnte in der ehelichen Beziehung Platz geschaffen werden für den Gedanken des Scheiterns, so Hünermann. In einem Überdenken des Sakramentalen liege der Schlüssel, so sei er sich sicher. Das sakramentale Zeichen wäre, seiner Gedankenfolge entsprechend, eben nicht der „Ehevertrag“, sodass eine Offenheit bestehen könnte, die Beziehung aufgrund eines Scheiterns verlassen zu können.

Ein Vortrag eines Urgesteins der Dogmatik, der mitnichten auf alle mit diesem Themenbereich zusammenhängenden Fragen Antworten gab, uns allerdings doch mit vielen Impulsen zurückließ.

Sommerserenade 2015

16. Mai 2015

Wenngleich sich das Wetter unschlüssig darüber war, ob es die Erde benässen oder doch lieber lediglich Unsicherheit schüren und es bei Drohgebärden belassen solle, ließen es sich die geladenen Gäste nicht nehmen, die bunte Veranstaltung des CGU zu besuchen und dem zu frönen, was die Kollegsgemeinschaft zur Präsentierung bringen würde. Und so waren schließlich alle verfügbaren Plätze belegt, die Stimmung ausgelassen und sichtlich gespannt, welch künstlerische Darbietungen auf den Gast und die Gästin so zukommen würden.
Es kam wahrlich ein musikalisches Potpourri zusammen, das nicht zuletzt durch seine humoristische Würze schnell Fans innerhalb des Publikums fand. So bot beispielsweise die ungarische Schola ein buntscheckiges, unterhaltsames Durcheinander dar, das, neben dem Zutagebringen diverser schauspielerischer Talente, von klassischer Klavierbegleitung bis hin zu ungarischem „Gangster-Rap“ es dem Zuhörer im Grunde an nichts mangeln ließ.
Von einem klassischen und souverän dargebrachten Cello-Stück, über eine norwegische und stimmgewaltige Ein-Mann-Schola mitsamt populären schwedischsprachigen Musikhappen, bishin zu heiteren Volkstümlichkeiten in Hosenträgern und echten deutschsprachigen „Schmankerln“, in denen die menschlichen Grundbedürfnisse gekonnt besungen wurden, bot das Programm wirklich einiges, sodass sicherlich für jeden etwas dabei gewesen ist.
Den krönenden Abschluss übernahm dann im zweiten Teil des Abends unsere fünf- und zwischenzeitlich sogar neun-köpfige Band, die mit echten Pop-Klassikern, Folk-Einheiten und rockigen Tanz-Tracks sogar so manches Bein zum Schwingen brachten – und das kommt selbst in unserem Priesterseminar gar nicht so häufig vor.

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Akademie: Mag. Sandra Krempl-Spörk

13. Mai 2015

„Reagieren in Krisensituationen – Krisenintervention“

Frau Mag. Sandra Krempl-Spörk ist nicht alleine eine langjährige Freundin des inzwischen ehemaligen Akademie-Vorsitzenden Mathias Bitsche (A – Feldkirch), sondern darüber hinaus studierte Sozialarbeiterin, Persönlichkeitstrainerin und Lebensberaterin. In jeder Krise, die der Mensch durchlebt, stecke auch immer eine Chance, so die Trainerin. Dies werde etymolgisch besonders schön an der chinesischen Begriffsbildung deutlich, in der sich das Wort „Krise“ aus den Schriftzeichen (gesprochen) „wei = Gefahr“ und „ji = Chance“ zusammensetzt. Die Frage, die sich somit eine jede in einer Krise befindende Person stellen müsse, sei, ob in der jeweiligen eigenen Krisensituation womöglich eine Chance stecke oder ob man eben eigenständig nicht mehr aus ihr herauskomme.

Im weiteren Verlauf ihres Vortrages ging Frau Mag. Krempl-Spörk dann auch weiter ins Detail, was die Arten von Krisen, ihre Definitionen, ihre Abläufe und die Bewältigungsstrategien anbelangt. So gebe es im Wesentlichen die Unterscheidung von traumatischen Krisen und den sog. Veränderungskrisen. Diese unterschieden sich nicht allein in ihrem Wesen, sondern auch der Umgang mit ihnen erfordere eine andere Strategie, da der Ablauf der auftretenden Phasen stark voneinander abweiche.
Neben den ausführlichen Darstellungen der verschiedenen Phasen innerhalb einer Krise (z.B. Schock-, Reaktions-, Bearbeitungs- und Neuorientierungsphase) verdeutlichte die Referentin, wie wichtig gerade die vermeintlich ohnmächtige Hilfeleistung eines Seelsorgers sein kann. Gerade am Anfang der Krisenbewältigung nämlich, gehe es zunächst vielmehr darum, die Krise überhaupt erst einmal zu realisieren. Und dabei könnten Helfende zuvörderst nur durch ihre aufmerksame Gegenwart unterstützen; indem sie zuhörten, den Alltag des Betroffenen schlichtweg mitmachten.
Die Krise sei ein höchst alltägliches Phänomen, so stellten die Zuhörer fest. Denn gerade die Veränderungskrisen betreffen immer wieder einen Jeden von uns. Der Priester und Seelsorger wird in seinem Berufsleben vermehrt den Krisen vieler Menschen ausgesetzt sein. Dabei profitiert er zweifelsohne von seinen persönlichen Erfahrungen innerhalb seiner eigenen Krisensituationen. Doch stellen sich die Zuhörer merklich die Frage, wo das professionelle Krisenmanagement einen Platz in der Priesterausbildung findet. Es bleibe fraglich, inwieweit man gut auf diese Situationen vorbereitet werde.

Akademie: Dr. Mathilde Schwabeneder - Die Mafia in Italien

29. April 2015

Mit Frau Dr. Mathilde Schwabeneder ist eine echte Fachfrau für die italienische Mafia zur Akademie-Veranstaltung in das Kolleg gekommen. Die gebürtige Welserin (A) ist ausgebildete Logopädin und seit mittlerweile 1983 in Rom, wo sie an der Universität „La Sapienza" zur Doktorin der Romanistik promoviert wurde. Neben ihrer Tätigkeit als Italien-Korrespondentin für den ORF ist sie derweil aufgrund ihres jüngst erschienenen Buches „Die Stunde der Patinnen: Frauen an der Spitze der Mafia-Clans" (Styria Premium, 2014) einem breiteren Publikum bekannt geworden.
Lebhaft schilderte die Journalistin wie es zu ihrem Interesse für die Mafia gekommen ist. Alles begann mit der Ermordung des Staatsanwaltes Paolo Borsellino (dem sog. „Mafia-Jäger") im Jahre 1992, die weltläufig auf große Beachtung gestoßen ist und der großen Mafia-Organisation „Cosa Nostra" zugeschrieben wird. Seitdem setze sie sich weitergehend mit den mafiösen Strukturen innerhalb Italiens auseinander. Gerade für ihr Buch habe sie viele Interviews mit Mafia-Mitgliedern geführt und festgestellt: Ohne die Beteiligung der Frauen könnte es das organisierte Verbrechen in diesem Maße gar nicht geben.
Doch sei dies nicht die einzige Veränderung innerhalb der Mafia-Clans über die Jahrzehnte. Insgesamt seien die Mafia-Angehörigen „weicher" geworden. Die Mafia-Bosse alten Schlages, für die es zum unabdingbaren Ehrenkodex gehörte, in den Auseinandersetzungen mit der Justiz „dichtzuhalten", träfe man in den Clans immer seltener an. So verwundere es auch nicht, dass die Zahl der Justizkollaborateure immer weiter ansteigt.
Das heiße allerdings nicht, dass die Männer ohne Ehre seien. So gäbe es die sog. „Zehn Gebote", die auch im Mafia-Kollegium ihre Geltung haben. So seien Treue und Loyalität tief verankert, was sich in überlieferten Formulierungen wiederfinden lasse, dass man beispielsweise die Frau des anderen Kollegen nicht anzuschauen oder sich nicht mit „Bullen" anzufreunden habe. Ein perfides Konstrukt vermeintlich ehrevoller Verhaltensanweisungen, die gezielte Ähnlichkeit zu den christlichen Geboten aufweisen

Die ORF-Korrespondentin war allerdings sehr überrascht, dass der Kollegsgemeinschaft viele bekannte Namen, die im wichtigen Zusammenhang mit den Mafia-Gruppierungen stehen, nicht geläufig waren. Schließlich gerate auch die Kirche Italiens immer wieder in Berührung mit diesen kriminellen Organisationen. Und die Kirche bekleckere sich dabei nicht immer mit Ehre, so ist etwa auf Verwicklungen kirchlicher Mitarbeiter mit mafiösen Kreisen zu verweisen. Allerdings gäbe es auch leuchtende Vorbilder im Kampf gegen die Mafia, wie beispielsweise den Fall des inzwischen seligen Priesters Pino Puglisi.

Viele könnten sich gar nicht vorstellen, wie brutal das Vorgehen etwa der „Casa Nostra" oder der „Camorra" sei. Die Wirklichkeit sähe um Welten schlimmer aus, als dies etwa die weithin bekannte Hollywood-Klassiker-Reihe „Der Pate" annehmen ließe. Zudem werde die Ausbreitung der Organisationsstrukturen von vielen unterschätzt. Die Mafia sei längst kein Problem Süditaliens; nein, sie agierte auch in Rom, ja weltweit.

Und wenn Frau Dr. Schwabeneder den Zuhörern auch von Herzen wünscht, nicht weitere Bekanntschaften mit diesen Missetätern machen zu müssen, so rät sie doch auch dazu, sich mit dem einen oder anderen Namen vertraut zu machen. Denn diese gehörten zu den wichtigen Gestalten der Zeitgeschichte und die Auseinandersetzung mit ihnen verhälfe auch dazu, Italien besser zu verstehen.

Akademie: P. Ottavio De Bertolis SJ: „Dialogo con un confessore“

Ausgehend vom Auftrag des Hl. Ignatius an seinen Orden, die Seelen zu retten, verdeutlicht der Referent P. Ottavio De Bertolis SJ, worum es bei dem Bußsakrament im Grunde geht. Es handele sich um einen urkirlichen Akt der Nächstenliebe.
Man merkte dem Pater an, dass er weiß, wovon er spricht und auf einen weiten Erfahrungsschatz zugreifen kann. Obwohl die Beichte eines der größten Geschenke sei, die Gott uns machte, tuen sich die Menschen unheimlich schwer mit ihm. So wollten sie auf der einen Seite frei sein, trauten sich dennoch nicht, sich von der Schuld befreien zu lassen. Schwierigkeiten gäbe es auch bei den sakramentspendenden Priestern, da sie sich oftmals schwertuen mit ihren Pönitenten. Sie wünschten sich gut vorbereite Gläubige, die strukturiert und intelligent ihr Geständnis ablegen. Doch der Referent betonte, dass es keine Beichte nach Plan geben könne. Und so könne man auch nicht wie die Pharisäer ein Fachmann des Gesetzes werden und die erlernten Vorschriften einfach auf den Fall des Beichtenden anwenden. Der klassische Fall, dass der Pönitent seine „Sachen" loswerde und der Beichtvater dann in einem Monolog der Gesetzesauslegung antworte, müsse vorbei sein. Stattdessen ermunterte uns De Bertolis dazu, barmherzige Hörende zu werden, die sich bewusst sind, dass sie dabei mithelfen mögen, wahrhaftig Seelen zu retten und nicht zu foltern oder zu verurteilen.

Kar- und Ostertage 2015

Gründonnerstag

2. April 2015

Die Kollegsgemeinschaft versammelte sich auch am diesjährigen Gründonnerstag mit einigen deutschen Pilgern in der Kirche Sant'Ignazio und vertrauten Gästen zur Feier des letzten Abendmahles Jesu mit seinen Jüngern. Der Rahmen war sehr feierlich und der Hauptzelebrant P. Rektor Benedikt Lautenbacher SJ fand mitreißende Worte in seiner Homilie, in der er in besonderer Weise auf den Verrat des Judas einging und deutlich machte, dass der Versucher mitten unter uns und innerhalb der kirchlichen Reihen zu suchen sei. Ihm zu entrinnen und sich nicht auf ihn einzulassen; sich darum zu bemühen, gilt es in diesen Tagen und darum sei es auch Papst Franziskus ein derart großes Anliegen, immer wieder auf diese Versuchungsgefahr hinzuweisen und die Krankheiten der Kirche anzusprechen. Die Antwort darauf liege in der zweifelsohne großen Herausforderung, auf Jesus zu blicken, die Sicht auf ihn nicht zu verlieren und ihm mit aller Kraft nachzufolgen.

Ein Zeichen dieser Demutsaufgabe war auch die liturgische Fußwaschung, die Pater Rektor an zwölf Neu-Germanikern vollzog. Mitnichten stellt diese ein Zeichen dar, das heute bedeutungslos geworden ist und von den Gläubigen nicht mehr verstanden wird. Der Rektor wäscht den „Neuen" die Füße in Erinnerung an das Handeln Jesu an den Menschen. Ein starkes Zeichen!

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Nach dem gemeinsamen Abendessen nahmen viele Germaniker die Möglichkeit wahr, die bis in die tiefe Nacht hinein geöffneten Kirchen Roms zu besuchen, in denen dem Auftrag Jesu, zu wachen und zu beten, nachgekommen werden sollte. Ein schöner Brauch, der allerdings hie und da zu einem gewissen „Anbetungs-Hopping" verkam, in dem man in dieser Nacht möglichst viele Kirchen zu Gesicht bekommen haben wollte. Selbstredend gab es auch innerhalb des Kollegs die Möglichkeit zur nächtlichen Anbetung.

Karfreitag

3. April 2015

Die Liturgie des Karfreitags lässt niemanden kalt und nimmt den Mitfeiernden von Beginn an in diese traurige Todesstimmung der Gottverlassenheit hinein, wo er sich dem hingerichteten und alleingelassenen Heiland ausgesetzt sieht.
In seiner anschaulichen Predigt schickte der Hauptzelebrant Dominik Urban (Erzbistum Bamberg) die Gottesdienstbesucher auf die Reise. Vor ihrem inneren Auge sollten sie sich nach Jerusalem begeben, an den Ort, an dem ihr Herr, gequält, verspottet und schließlich gekreuzigt wurde. Gerüche, Rufe, Geräusche, Geschrei, ein verdunkelter Himmel, die Tore Jerusalems; die trockene, sandige Erde, ein Menschengewimmel... Wir wurden in eine Karfreitagsrealität geführt, die wahrhaftig fürchterlich, ja erschreckend war. Untermalt wurde sie durch die gesungene Passion nach Johannes durch den Chor sowie weitere vorbereitete Musikstücke der Schola.

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Karsamstag

4. April 2015

Die Osternacht war in diesem Jahr eine kleine wettertechnische Katastrophe. Es regnete in für Rom durchaus angemessenen Strömen und windete. Das Unwetter ausbildende Gewitter verhalf jedoch in der Kirche sitzend, durchaus das Gefühl zu erhalten, dass in dieser Nacht etwas Besonderes und Großes passieren sollte. Und so wechselten sich beim Einzug in die Kirche Donner und „Lumen Christi"–Rufe ab.
Feierlich gab die Schola in wunderbarer Weise Antworten auf die gehörten Lesungen und der Organist (Filip Čačković; HR – Zagreb) machte zum Gloria schließlich hörbar, was die Orgel so kann. Vorsteher der Heiligen Nacht war Thomas Stahlberger (Präfekt, Erzbistum Freiburg), der in seiner Predigt von der Frage ausging „Was ist Auferstehung?"
Ausgelassen und froh ging es dann im Gregoriussaal beim Ientaculum gaudiosum mit Wein, bunten Eiern und Panettoni weiter, an welcher Stelle auch besonders den Zeremoniaren und Sakristanen gedankt worden ist. Denn in dieser einen, langen Liturgie des Triduums zeigt sich besonders, wie viel Arbeit Liturgie so machen kann. Danke allen für ihren Dienst und ihren Einsatz!

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Ostersonntag auf dem Petersplatz

5. April 2015

Das Wetter der Osternacht setzte sich auch am Ostermorgen fort. Durch kleine Seen stapften wir mit Notenmäppchen und Chorkleidung bewaffnet durch die Pilgerscharen, die sich ebenfalls nicht von dem Wetter abhalten ließen, die Auferstehung des Herrn mit Papa Francesco auf dem Petersplatz zu feiern.
Doch unser verspätetes Erscheinen am Petersdom sowie das trübe, windige und nass-kalte Wetter verhinderten unseren traditionellen Gesangseinsatz im Vorprogramm des Osterhochamtes. So nahmen wir Klassiker wie „Dies ist der Tag, den Gott gemacht" oder „Freu Dich, Du Himmelskönigin" zwar wieder ungesungen mit heim, doch hatten wir hervorragende Plätze, von denen aus wir die Papst-Messe gut mitfeiern konnten und die für den einen oder anderen von uns sogar für einen Mitschnitt in der Fernsehübertragung sorgten.

Akademie: Schweizergarde

28. März 2015

An diesem Samstag konnte die Akademie eine ganz besondere Veranstalttung außer Haus anbieten: den Besuch der Kasernen der Schweizer Garde mit einer Führung von Franziskus Wetter.

Das Interesse war groß, denn wann bekommt man schon die Gelegenheit, derart exklusive Blicke in die Gardisten-Kaserne zu erhalten? Mit Franziskus Wetter, dem Bruder unseres Schweizer Ex-Präfekten Sebastian Wetter (CH - St. Gallen) also, hat die Akademie einen echten Insider gewinnen können, der sowohl die Kaserne kennt als auch mit unserem Kolleg sowie seinen Bewohnern vertraut ist.

So erhielten wir die Möglichkeit, einmal hinter die Fassaden zu blicken und die tiefen Geheimnisse der Schweizer Garde in Erfahrung zu bringen. Also löcherten zwei Gruppen jeweils eine Stunde lang den Gardisten Wetter mit ihren Fragen. Souverän und professionell widmete sich dieser den interessierten Besuchern. Es war durchaus überraschend mit welcher Gelassenheit innerhalb der Kasernenmauern die Pressestimmen zum Papst Franziskus-Hype und der Gardisten-Zukunft wahrgenommen werden: „Franziskus soll die Garde auflösen?" - „Iwo, ach, alles Schmarrn!"

Sieben-Kirchen-Wallfahrt

1. März 2015

Wenn es auch so manchen unter den Kollegsbewohnern gibt, der mit dieser Wallfahrt vertraut ist und das Prozedere aus vergangenen Jahren kennt: Die Start-Uhrzeit flößt auch den alten Hasen unter uns Respekt ein. Treffpunkt war schließlich 5.00 Uhr (ante meridiem versteht sich!), sodass man noch vor 5.30 Uhr das Kolleg hat verlassen können.
Den geistlichen Impuls wie auch die übrigen Anregungen und Gebete für die sieben anzusteuernden Wallfahrtskirchen übernahm in diesem Jahr die „Spritgruppe Kickum". Unter dem Leitgedanken „...Dieses Wort beschäftigt sie", das dem Tagesevangelium des zweiten Fastensonntages entnommen wurde, ging es also für Seminaristen, Schwester Gabriela, Hauskollegium und einige mutige Gäste aus Ökumene- und weiteren Freundeskreisen auf den heiligen Marsch, der vielerseits von der Hoffnung begleitet wurde, dass weder wechselhaftes Wetter noch intervenierende Marathon-Aktivisten die Unternehmung stören würden.

Diese Hoffnung wurde erfüllt, und so durften wir auf einer ruhigen und sonnenbeschienenen Wallfahrt wieder den römischen Frühling begrüßen. Den guten Schluss bildete wieder der Angelus auf dem Petersplatz. Mit dem Papst beteten wir für den Frieden; um den es zu beten in unseren Tagen offenbar immer dringlicher scheint.

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Wenngleich man in der großen Runde beim anschließenden Mittagessen ausnahmslos in erschöpfte Gesichter blickte, so waren es doch glückliche Gesichter. Wahrscheinlich beschäftigte sie das eine oder andere Wort dieses langen und beschwerlichen Tages auch über das gemeinsame Abschlussmahl hinaus...

Visite P. Delegat

Jedes Jahr besucht P. Severin Leitner SJ, der Delegat von P. General Adolfo Nicolàs, das Kolleg für eine mehrtätige Visite. Dieser Besuch ist Anlass, die Situation im Kolleg zu hinterfragen - sozusagen Qualitätsmanagement zu betreiben. Der Delegat führt Gespräche, hört zu und nimmt wahr, um anschließend mit der Hausleitung vorhandene Stärken, Potentiale und Möglichkeiten zu besprechen. So können wir uns kontinuierlich weiterentwickeln.

Höhepunkt der Visite ist die gemeinsame Feier der Eucharistie. P. Leitner hat in einer sehr einfühlsamen Predigt über Heilung und Wachstum im Glauben gesprochen. Er hat die Hausgemeinschaft ermutigt, die eigene Fragmentarität anzunehmen und immer neue Schritte zu unternehmen, um im Glauben wachsen zu können.

Abgeschlossen wurde die Visite auch in diesem Jahr mit einem festlichen Abendessen.

 

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Giornata Ungherese

Es ist bereits eine Tradition unseres Kollegs geworden, dass die Ungarische Rekreation einen Tag gestaltet, an dem sie der Hausgemeinschaft die ungarische Kultur auf unterschiedliche Art präsentiert und - im wahrsten Sinne des Wortes - schmackhaft macht.

Dieses Jahr war es uns eine besondere Freude, den Erzbischof von Eger, Ternyák Csaba, begrüßen zu dürfen. Er feierte mit uns die Hl. Messe und hielt einen interessanten Vortrag über die Geschichte und die aktuellen Herausforderungen der Kirche in Ungarn.

Dass Ungarn auch kulinarisch viele Köstlichkeiten zu bieten hat, bewies eine Pálinka-Verkostung sowie ein großartiges Mittagessen, das Frauen aus dem Ungarischen Institut für uns zubereitet haben.

Herzlichen Dank an die Ungarische Rekreation für die Vorbereitung und Durchführung dieses Tages, an dem die Hausgemeinschaft die ungarische Kultur von ihrer schönsten Seite kennenlernen konnte.

Stationsmesse Santo Stefano Rotondo

27. März 2015

In gewohnter Manier ging es für die Kollegsgemeinschaft am Freitag der fünften Fastenwoche zur Stationsmesse nach Santo Stefano Rotondo. Die auf dem Hügel Celio gelegene Nationalkirche Ungarns ist durch ihre runde Bauform geradezu einladend für die zu Beginn der Messe stattfindende Prozession. Die prozessierende Heiligenanrufung erweckt dann auch ein wenig das Gefühl, man ziehe sogleich in ein bevorstehendes Konklave ein. Zur weiteren Festlichkeit trug ebenfalls die Schola bei, die unter der Leitung Mario Dukićs (HR – Zagreb) eine äußerst wohlklingende Arbeit abgeliefert hat.
Das Tagesevangelium berichtete uns von dem beginnenden Bestreben der jüdischen Hohepriester, Jesus zu richten, in dem sie ihn für seine vermeintliche Gotteslästerei steinigen wollten. Der Hauptzelebrant Andrija Miličević (Präfekt; HR – Zagreb) predigte dabei sehr persönlich über die Liebe in Beziehung und über Momente, in denen wir selbst Gefahr laufen, zu richten.

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Kar- und Osterliturgie

Die Kollegsgemeinschaft lädt herzlich zur Mitfeier der Liturgie der Kar- und Ostertage in deutscher Sprache ein!

 

 Gründonnerstag, 02.04.2015 18.00 Uhr  Abendmahlsmesse
 Karfreitag, 03.04.2015 16.00 Uhr  Feier von Leiden und Sterben Christi
 Samstag, 04.04.2015 20:30 Uhr  Feier der Osternacht

 

Alle Gottesdienste finden in der Kirche Sant'Ignazio in Rom statt.

Gruppen bitten wir, sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anzumelden.

 

Wir freuen uns, mit Ihnen gemeinsam diese besonderen Gottesdienste in Rom zu feiern!

 

Rektorenwechsel im Sommer 2015

27. Februar 2015

Am Donnerstag, 26. Februar hat P. Delegat beim Mittagessen bekannt gegeben, dass Rektor P. Benedikt Lautenbacher SJ zum Sommer nach Deutschland zurückkehren und dort die Projektförderung der deutschen Jesuitenprovinz übernehmen wird.

Sein Nachfolger wird P. Stefan Dartmann SJ, derzeit Leiter bei Renovabis, der uns in den kommenden Wochen einen Besuch abstatten wird. Mit den Neugermanikern wird er dann im Sommer seinen Dienst als Rektor aufnehmen und in den nächsten Jahren unser Priesterseminar leiten.

Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Pressemeldung.

 

Giornata Ungherese

18. Januar 2015

Auch in diesem Jahr erfreute die ungarische Rekreation die Hausgemeinschaft wieder mit einer "Giornata ungherese". Als besonders eingeladener Gast war dieses Jahr der ehemalige apostolische Nuntius in Ungarn, Erzbischof Angelo Acerbi, erschienen. Acerbi, der 1990 nach Ende des kommunistischen Regimes in Budapest eine Nuntiatur aufbauen musste, stand nicht nur der Messe vor, sondern hielt auch einen humorvollen Vortrag über seine damaligen Erlebnisse.

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Auch die traditionelle Verkostung ungarischer Köstlichkeiten kam dieses Jahr nicht zu kurz - die Köchinnen des ungarischen Instituts hatten für die Kollegsgemeinschaft wieder ein hervorragendes Essen vorbereitet. An einem ausschließlich von deutschen Seminaristen besetzten Tisch, so erzählt man sich, wurde an die kluge Entscheidung des Papstes Gregor XIII erinnert, das Germanicum und das Hungaricum zu einem Kolleg zusammenzuschließen. Vielleicht wollte der gute Kaufmannssohn-Papst aus Bologna mit seiner damaligen Verordnung nur eine Erhöhung des kulinarischen Niveaus erreichen. Das ist ihm zweifelsohne gelungen!

Die Kollegsgemeinschaft bedankt sich herzlich bei der ungarischen Rekreation für einen schön gestalteten Festtag.

Admissionen und Beauftragungen 2014

Dr. Ivan Šaško, Weihbischof von Zagreb und ehemaliger Student des Kollegs, nahm während der Vesper am Vorabend des Christkönigsfestes einige unserer Mitbrüder unter die Kandidaten für die Diakonen- und Priesterweihe auf und beauftragte im Festgottesdienst am folgenden Tag einige Seminaristen unseres Kollegs mit dem Dienst des Lektors bzw. des Akolythen.

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Unter die Kandidaten für die Diakonen- und Priesterweihe wurden aufgenommen:

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  • Tomislav Bašić (Subotica)  
  • Daniel Berchem (Luxemburg)          
  • Maximilian Brandt (Speyer)             
  • Mario Dukić (Zagreb)
  • Blaž Kernel (Koper)    
  • Klaudiusz Mann (Gliwice)    
  • Tine Povirk (Ljubljana)       
  • Sigurd Sverre Stangeland (Tromsø)
  • Georg Taubitz (Hamburg)

 

Zu Lektoren wurden beauftragt:

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  • Tomislav Bašić (Subotica)  
  • Daniel Berchem (Luxemburg)          
  • Mario Dukić (Zagreb)
  • Klaudiusz Mann (Gliwice)    
  • Sigurd Sverre Stangeland (Tromsø)

 

Zu Akolythen wurden beauftragt:

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  • Mathias Bitsche (Feldkirch)
  • Maximilian Brandt (Speyer)  
  • Ante Dražina (Zadar)   
  • Boris Jorgić (Banja Luka)        
  • Blaž Kernel (Koper)    
  • Mate, Szilveszter (Alba Iulia)
  • Ilija Petković (Mostar-Duvno)
  • Georg Taubitz (Hamburg)
  • Ivan Tišljar (Zagreb)
  • Ljubo Zadrić (Sarajevo)

Admissio und Beauftragungen

Dr. Christoph Hegge, Weihbischof von Münster und ehemaliger Student des Kollegs, nahm am Vorabend des Christkönigssonntages einige unserer Mitbrüder unter die Kandidaten für die Diakonen- und Priesterweihe auf und beauftragte im Festgottesdienst Seminaristen mit dem Dienst des Lektors bzw. des Akolythen.

 

Unter die Kandidaten für die Diakonen- und Priesterweihe wurden aufgenommen:

Berecz Tibor (Pécs)

Bitsche Mathias (Feldkirch)

Dražina Ante (Zadar)

Funk Johannes (Limburg)

Jorgić Boris (Banja Luka)

Lápossy Péter (Pécs)

Lück Dominic (Trier)

von Magnis Nikolaus (Limburg)

Menneking Heinrich (Münster)

Petković Ilija (Mostar-Duvno)

Richter Mátyás (Kalocsa-Kecskemét)

Supper Philipp (Eisenstadt)

Tišljar Ivan (Zagreb)

Winkeljohann Peter (Osnabrück)

Zadrić Ljubo (Sarajevo)

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Zu Lektoren wurden beauftragt:

 Bitsche Mathias (Feldkirch)

 Dražina Ante (Zadar)

Jorgić Boris (Banja Luka)

Petković Ilija (Mostar-Duvno)

Tišljar Ivan (Zagreb)

Zadrić Ljubo (Sarajevo)

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Zu Akolythen wurden beauftragt:

 Berecz Tibor (Pécs)

Cule Josip (Mostar-Duvno)

Dogan Ilija (Ðakovo-Osijek)

Faltak Antun (Bjelovar-Križevci)

 Funk Johannes (Limburg)

Krismanić Ma rtin (Zagreb)

 Lápossy Péter (Pécs)

 Lück Dominic (Trier)

 von Magnis Nikolaus (Limburg)

Mihály András (Alba Iulia)

Richter Mátyás (Kalocsa-Kecskemét)

 Winkeljohann Peter (Osnabrück)

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Die beauftragten Lektoren und Akolythen mit Weihbischof Hegge:

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Akademien zur Familiensynode

Die Akademie des Kollegs konnte Mitte Oktober zu zwei interessanten Akademieabenden einladen. Es waren der Vorsitzende der ungarischen Bischofskonferenz, Péter Kardinal Erdő, Primas von Ungarn, und der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, Mitglied des Kardinalsrates, die am Rande der Familiensynode, das Germanicum-Hungaricum besuchten. Der Gregorius-Saal war sowohl beim Besuch vom Kardinal Erdö am 14. als auch beim Besuch vom Kardinal Marx am 15. Oktober mit interessierten Seminaristen voll besetzt.

Kardinal Erdő erzählte davon, dass er während des Zweiten Vatikanischen Konzils Seminarist in Budapest war. Er konnte sich gut daran erinnern, dass viele damals ganz unrealistische Erwartungen an das Zweite Vatikanische Konzil gehabt hätten. Viele wären davon überzeugt gewesen, dass der Pflicht-Zölibat für Diözesanpriester aufgehoben werden sollte. So gäbe es auch jetzt während der Familiensynode viele, die ganz unrealistische Erwartungen hätten. Man könne deswegen von zwei parallelen Synoden reden: die eigentliche Synode und die Mediensynode. Diese zwei Synoden hätten aber mit einander wenig zu tun.

Anhand konkreter Beispiele und mit viel Humor gewürzt machte Kardinal Erdö deutlich, dass sich die Familiensynode unter großem Zeitdruck befunden hatte: Das Programm ist anstrengend gewesen. An Kaffeepausen war nicht zu denken. Nur am späten Abend war es überhaupt möglich sich zu entspannen.

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Bereits am darauffolgenden Abend kam Reinhard Kardinal Marx zu Besuch. Anhand seiner Ausführungen wurde deutlich, dass der Papst nicht zum Spaß eine Synode einberufen hatte. Der Papst wünsche sich, so Marx, ein dynamisches Bischofskollegium, das in Dialog mit der Gesellschaft treten kann. Kardinal Marx erinnerte an Papst Johannes XXIII., dessen Heiligsprechung ihm die allergrößte Freude bereitet habe. Auch damals, zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils, wären viele Menschen beunruhigt gewesen angesichts der anstehenden Fragen. Papst Franziskus aber wolle nur darauf aufmerksam machen, dass die Gesellschaft, in der wir heute leben, eine andere ist, als die unserer Großeltern. Und weil es bleibende Aufgabe der Kirche ist, den Menschen durch Vermittlung der christlichen Heilsbotschaft zu dienen, kann man auch die Fragen, die von den Menschen unserer Zeit gestellt werden, nicht ignorieren. Nur, wenn man die Tradition der Kirche auf die verschiedenen Situationen unserer Zeit anwendet, zeigt man wahre Treue zum kirchlichen Dogma.

Die Seminaristen und Priester des Kollegs freuten sich sehr über die interessanten Begegnungen mit den zwei engagierten Kardinalen und die direkten Einblicke in den Verlauf der Synode.  

San Pastore-Fest

3. Oktober 2014

Am 3. Oktober feierten wir - wie immer nachträglich - den Heiligen Ignatius und San Pastor, den Patron unserer Landvilla. Die Messe konnte bereits in der neu renovierten Kirche stattfinden.

In seiner Predigt erwähnte der Bischof von Palestrina, dass unsere Leben in der Regel von Routinen geprägt oder gar kontrolliert wird. Er ermutigte uns, für mögliche Korrekturen der eigenen Lebensführung immer offen sein und sich so immer wieder neu auf Gott ausrichten.

Der anschließende Pranzo festivo wurde zu einem schönen Erlebnis, geprägt von erstklassigem Essen und guter Stimmung. Froh und voller Erwartung konnten sich die Neugermaniker und alle anderen am späten Nachmittag auf dem Weg nach Rom begeben. Die Neugermanikerzeit ist nun, nach sechs Wochen, zu Ende gekommen, und neue Aufgaben warten jetzt auf die 21 Neuankömmlinge.

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San Pastore- und Ignatiusfest (2)

3. Oktober 2014

Am 3. Oktober feierten wir - wie immer nachträglich - den Heiligen Ignatius und San Pastor, den Patron unserer Landvilla. Die Messe konnte bereits in der neu renovierten Kirche stattfinden.

In seiner Predigt erwähnte der Bischof von Palestrina, dass unsere Leben in der Regel von Routinen geprägt oder gar kontrolliert wird. Er ermutigte uns, für mögliche Korrekturen der eigenen Lebensführung immer offen sein und sich so immer wieder neu auf Gott ausrichten.

Der anschließende Pranzo festivo wurde zu einem schönen Erlebnis, geprägt von erstklassigem Essen und guter Stimmung. Froh und voller Erwartung konnten sich die Neugermaniker und alle anderen am späten Nachmittag auf dem Weg nach Rom begeben. Die Neugermanikerzeit ist nun, nach sechs Wochen, zu Ende gekommen, und neue Aufgaben warten jetzt auf die 21 Neuankömmlinge.

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Statistik für das akademische Jahr 2014/2015

Am Beginn dieses Studienjahres gehören zur Kollegsgemeinschaft 73 Personen; 66 Studenten, 5 Jesuiten und 2 Schwestern. Dazu kommen 14 Studenten im Pastoraljahr. Diese insgesamt 80 Studenten stammen aus 49 Diözesen in 15 verschiedenen Ländern. Von denen im Kolleg gehören 18 zur deutschsprachigen Gruppe, davon kommen 15 aus Deutschland, 2 aus der Schweiz und einer aus Österreich; zur ungarischen Gruppe gehören 18, davon kommen 9 aus Ungarn, 6 aus Siebenbürgen und 3 aus Serbien; zur kroatischen Gruppe gehören 17, davon 11 aus Kroatien, 5 aus Bosnien-Herzegowina und 1 aus Serbien. Jeweils 4 kommen aus Slowenien und aus der Slowakei. Jeweils einer kommt aus Norwegen, aus Finnland, aus den Niederlanden, aus Luxemburg und aus Polen (Schlesien).

58 studieren an der Gregoriana, 8 Studenten an acht anderen kirchlichen Hochschulen. 45 studieren im „primo ciclo“ Theologie, 21 in Aufbaustudien, davon 16 im „secondo ciclo“ und 5 als Doktoranden. 3 der Alumnen im Kolleg sind Diakone, 15 sind Priester.

Mentorella-Wallfahrt 2014

26. September 2014

Am 26. September fand die traditionelle Mentorella-Wallfahrt des Kollegs statt. Um Sechs Uhr morgens spendete Spiritual P. Heck den Segen, und dann ging es los. Etwa auf halber Strecke hielt P. Heck die traditionelle „Bergpredigt“. Dabei nahm er die Seligpreisungen als Ausgangspunkt und forderte alle dazu auf, über die Rolle der Seligpreisungen im eigenen Leben nachzudenken. Wie immer gingen wir die letzte halbe Stunde der Wanderung im Schweigen.

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Nach dem langen Weg bergauf wurde in der Mentorella-Kirche die erste Kommunitätsmesse des Jahres gefeiert, was für die 21 Neugermaniker zugleich die erstmalige Erfahrung mit dem ganzen Kolleg brachte. Nach der Messe konnte unser Minister, P. Schermann, den Teilnehmern Schnitzel in bester "wienerischer" Spitzenqualität anbieten. Im Unterschied zu manch anderen Jahren ganze Wallfahrt dieses Mal mit besonders schönem Wetter gesegnet.

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Am selben Abend fingen für zwei Gruppen des Kollegs in San Pastore die Jahresexerzitien an: Für die Neugermaniker und für die Germaniker. So war mehr als die Hälfte der 67 Seminaristen des Kollegs bis Ende der Exerzitien am 3. Oktober dort versammelt. Insgesamt 5 Jesuiten und eine Schwester der Congregatio Jesu begleiteten uns durch diese Tage. Einen herzlichen Dank an die Küche für die gute leibliche Nahrung in diesen Tagen.

 

Diakonen- und Priesterweihe

10. Oktober 2014

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Dieses Jahr waren die meisten Neupriester und Neudiakone des Kollegs schon während des Sommers in ihren Heimatdiözesen geweiht worden. Der alten Kollegstradition entsprechend fanden aber selbstverständlich auch in Sant’Ignazio am 10. Oktober Weihen statt. Benedikt Kickum aus Paderborn empfing die Priesterweihe, während Fanea József aus Sárközújlak (Siebenbürgen) und Richter Mátyás aus der Diözese Kalocsa-Kecskemét zu Diakonen geweiht wurden. Weihebischof war der Bischof von Szombathely FM Dr. Veres András.

Die Messe war liturgisch und musikalisch - von der Kollegsschola - sehr schön gestaltet, was auch von den vielen Gästen aus den Heimatdiözesen der Weihekandidaten gelobt wurde. Das erstklassige Wetter trug ebenfalls zu diesem festlichen Tag bei.

In seiner Predigt warnte der Bischof vor unrealistische Erwartungen für den eigenen Dienst in der Kirche. In einem säkularisierten Europa sollte man auf Widerstand gegen die christliche Lehre vorbereitet sein.

Nach der Weiheliturgie versammelten sich im Kolleg nicht nur die vielen Gäste der Neugeweihten, sondern auch viele Fratres Maiores, die nach Rom gekommen waren um an den Weihefeierlichkeiten teilnehmen zu können. Für die Seminaristen des Kollegs stellen die vielen Alt-Germaniker eine schöne Gelegenheit dar, mit erfahrenen Priestern aus der Heimatdiözese Kontakte zu knüpfen oder sogar ganz neue Leute kennenzulernen. So waren auch die paar ersten Tage nach der Priester- und Diakonenweihe als gesegnete „Tage der Begegnung“ zu verstehen.

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Am Samstag, den 11. Oktober feierte Benedikt Kickum seine Primiz in der Basilica di Sant’Apollinare, während für die zwei Neu-Diakone ein besonderes Dankgottesdienst in San Lorenzo gefeiert wurde. Danach waren alle Seminaristen und Priester des Kollegs zu schönen, festlichen Mahlzeiten bei den Neugeweihten eingeladen.

Die Kollegsgemeinschaft gratuliert Fanea József und Richter Mátyás zur Diakonenweihe und Benedikt Kickum zur Priesterweihe!

Stationsmesse in Santo Stefano Rotondo

Freitag, 22. März 2013

 

Es ist eine uralte römische Tradition, in der Fastenzeit täglich in einer bestimmten Kirche die sogenannte Stationsmesse zu feiern. Am Freitag der 5. Fastenwoche findet dieser Gottesdienst in Santo Stefano Rotondo statt. Eine Besonderheit der Stationsmessen ist, dass sich die Gemeinde im hinteren Teil der Kirche versammelt und dann gemeinsam mit den Zelebranten einzieht. Dazu wird die Allerheiligenlitanei gesungen. In diesem Jahr stand unser Präfekt Hrvoje Damiš der Eucharistiefeier vor. In seiner Predigt erinnerte er an die letzte Generalaudienz von Papst Benedikt XVI., der eindringlich darauf hinwies, dass die Kirche nicht nur aus Steinen besteht, sondern dass es die vielen unterschiedlichen Menschen sind, die miteinander Christus nachfolgen und so die Kirche in ihrer Vielfalt lebendig halten.

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Sieben-Kirchen-Wallfahrt

Sonntag, 17.März 2013
 

Am 5. Fastensonntag machte sich die Kollegsgemeinschaft auf den Weg der Sieben-Kirchen-Wallfahrt. Für viele Studenten des Hauses ist diese Tradition liebgewordener Bestandteil ihrer Vorbereitung auf das Osterfest geworden. So versammelten wir uns pünktlich um 06.30 Uhr in der Kollegskirche, um gemeinsam aufzubrechen. Wir freuen uns sehr, dass sich auch der Ökumenische Gesprächskreis und einige weitere Gäste der Wallfahrt angeschlossen haben.

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In San Lorenzo, der zweiten der sieben Stationen, haben wir gemeinsam die Hl. Messe gefeiert. Ihr stand Präfekt Andreas Spöttl vor, der gemeinsam mit seiner Spiritualitätsgruppe die inhaltliche Vorbereitung der Wallfahrt übernommen hatte. Ausgestattet mit Impulsen für jede Kirche, machten wir uns anschließend – gestärkt durch die Eucharistiefeier und ein Frühstück – auf den Weg zu den nächsten Stationen. Zu unserer Freude hatten wir großes Glück mit dem Wetter und blieben von Regen und Hitze verschont.

 

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Dass die Sieben-Kirchen-Wallfahrt in diesem Jahr mit dem ersten Angelusgebet des neugewählten Papstes Franziskus zusammenfiel, steigerte natürlich die Motivation, pünktlich um 12 Uhr am Petersplatz anzukommen, um gemeinsam mit dem neuen Papst und vielen tausend Pilgern den „Engel des Herrn“ zu beten.

 

Akademie Ungarischer Botschafter

Am 14. Mai war der ungarische Botschafter beim Heiligen Stuhl, S. E. Dr. Gábor Györiványi, Gast der Akademie. Der sympathische Botschafter ist den Kollegsbewohnern schon gut bekannt. Vor nur knapp zwei Wochen nahmen Györiványi und seine Familie an der „Grigliata Ungherese“ in San Pastore teil.

Botschafter Györiványi war eingeladen worden, um eine Darstellung von der entscheidenden Rolle Ungarns beim Fall der Mauer 1989 zu geben. Er entschied sich in seinem Vortrag dafür, einen persönlich geprägten Rückblick zu halten. In den Jahren direkt vor dem Fall der Mauer, als Györiványi noch Student war, hat er sich entschieden, die Nachbarnländer Ungarns zu besuchen. Durch diese Reisetätigkeit bekam Györiványi die großen Unterschiede innerhalb des Ostblocks zu spüren.

In Polen wurde der damalige Student stark beeindruckt von der entscheidenden Rolle der katholischen Kirche. Der Papstbesuch in 1983 wird von Dr. Györiványi als eine Zäsur bezeichnet. Dass ein Papst im Jahre 1983, in einem Polen, das zu dieser Zeit eine kommunistisch regierte Militärdiktatur war, mehrere Millionen Menschen um sich scharen konnte, beeinflusste nicht nur die Lage in Polen selbst, sondern trug wohl zu einer Änderung der Atmosphäre im ganzen Ostblock bei. Auch die Rolle der freien Arbeiterorganisation Solidarność wurde vom Botschafter als sehr wichtig empfunden. So hatte man in Polen zwei große, voneinander getrennte Organisationen, die nicht vom Staat kontrolliert waren.

In der DDR erlebte der junge Györiványi aber zur selben Zeit eine grundsätzlich anders geprägte Atmosphäre. Hier gab es eigentlich keine mächtigen Organisationen, die vom Staat unabhängig waren. Die DDR-Bürger waren gefesselt; die Allgegenwärtigkeit des Staates war viel ausgeprägter als in Polen und Ungarn und Györiványi konnte selbst im alltäglichen Umgang mit verschiedenen DDR-Bürgern eine deutliche Furcht vor dem Staat spüren.

Die Lage in Ungarn war aber anders als in Polen und in der DDR. Hier gab es, im Unterschied zu Polen, keine großen unabhängigen Organisationen, die von den Kommunisten als Bedrohung empfunden werden konnten. Die ungarische Kommunistendiktatur war aber auch nicht mit der DDR-Diktatur zu vergleichen. Ungarn stellte eine Anomalie dar, in dem Sinne, dass man es hier mit einem Regime zu tun hatte, das versuchte, sich selbst zu reformieren. So war zum Beispiel eine gewisse Wirtschaftskonkurrenz, trotz des Rahmens des sozialistischen Systems, in Ungarn, anders als in Polen und in der DDR, möglich. Diese vorsichtigen Reformen ermöglichten einen gewissen „Manöverraum“ innerhalb des politischen Systems Ungarns. Es wäre ganz falsch, diesen Manöverraum als „Freiheit“ zu bezeichnen; es steht aber fest, dass es innerhalb der herrschenden Elite Ungarns eine gewisse Möglichkeit zur freien Diskussion gab, von der in der DDR-Nomenklatur und in der polnischen Nomenklatur gar keine Rede sein konnte. So war es wohl diese besondere Prägung des ungarischen kommunistischen Systems, die dazu führte, dass genau dieses Land sich dafür entscheiden konnte, die Grenzen zu einem west-europäischen Land, d.h. Österreich, zu öffnen. Die Geschichte ist bekannt; diese Entscheidung ermöglichte 1989 Tausenden von DDR-Bürgern die Flucht in die Bundesrepublik – via Ungarn und Österreich.

In der Fragerunde wurde Botschafter Györiványi Fragen zu den Beziehungen zwischen Ungarn und der Europäischen Union gestellt. Györiványi schilderte die große Begeisterung unter den Ungarn als das Land 2004 Mitglied der Europäischen Union wurde. Heute wäre aber unter vielen Ungarn eine gewisse Enttäuschung über die EU zu spüren. Die Europäische Union habe sich in den letzten zehn Jahren stark geändert und die kleineren Länder hätten auf diese Entwicklung wenig Einfluss gehabt. Als Beispiel erwähnte Györiványi ein durch Polen, die Slowakei und Ungarn unterstütztes Infrastrukturprojekt, das von EU-Behörden torpediert worden war. Solche und ähnliche Beispiele haben zu einer gewissen EU-Skepsis in Teilen der ungarischen Bevölkerung geführt. Auf der anderen Seite hob aber Györiványi hervor, dass die EU als Friedensbewahrer von großer Bedeutung ist. Ein Krieg zwischen Mitgliedsstaaten wäre undenkbar.

Györiványi erwähnte gegen Ende des Abends, dass er sich als ungarischer Botschafter beim Heiligen Stuhl sehr privilegiert fühle. In den verschiedenen römischen Kongregationen gäbe es eine deutliche Begeisterung für verschiedene familienpolitischen Prioritäten, für die Ungarn sich in internationalen Gremien ausgesprochen hatte. Diese positive Einstellung seitens der Vatikan-Behörden trug dazu bei, dass er seinen Dienst als ungarischer Botschafter beim Heiligen Stuhl als eine durchaus angenehme Aufgabe bezeichnen konnte.

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Akademie mit Kardinal Marx

Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, war am 30. April als Gast der Akademie bei uns im Kolleg, um einen Vortrag über Julius August Kardinal Döpfner zu halten. Der 1913 geborene Kardinal Döpfner war seinerseits eine prägende Gestalt im deutschen Kirchenbild. Schon als 35-Jähriger wurde er zum Bischof von Würzburg ernannt, und wurde damit der jüngste Bischof Europas. Später war er Bischof von Berlin und wurde 1961 Erzbischof von München und Freising. Von 1965 bis 1976 war er zugleich Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. International ist Döpfner bekannt wegen seiner wichtigen Rolle während des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Man sollte nicht leugnen, dass die vielen Zuhörer nicht primär gekommen waren, um etwas über Kardinal Döpfner zu erfahren, sondern eher um Kardinal Marx selbst zu erleben. Der scharfsinnige Münchner Erzbischof hat dies sofort aufgefasst. So hat er Döpfner als Modell für die Bischöfe unserer Zeit stilisiert. Kurzen Beschreibungen vom Wirken Döpfners folgten längere Betrachtungen rund um das Thema „Die Kirche von heute“.

Kardinal Marx ging davon aus, dass drei Faktoren für einen Bischof immer von Bedeutung sind: Erstens seine Begabung, zweitens die Zeit, in der er lebt (die Zeitstunde), und drittens die Bereitschaft des Bischofs, die Zeitstunde wahrzunehmen und die gegebenen Möglichkeiten aufzugreifen. Marx kommentierte Döpfners Prioritäten als Bischof in der fast total zerstörten Stadt Würzburg kurz nach Kriegsende. Gerade zu dieser Zeit habe Döpfner die Zeitstunde richtig aufgefasst. „Wohnungsbau ist Dombau“ wurde zu seinem Leitsatz. Marx hob hervor, dass Döpfners Fähigkeit, „in die neue Zeit mit offenen Augen zu schauen“, auch als Leitfaden für die Arbeit der acht Kurienkardinäle zur Kurienreform dienen könne. Marx kritisierte diejenigen, die meinten, die Organisation der Kurie sei unwichtig. Dagegen behauptete er, Strukturen seien immer wichtig. So wies er darauf hin, dass auch Kardinal Döpfner der Tagesordnung während des Zweiten Vatikanischen Konzils große Bedeutung beigemessen hatte, da die äußeren Strukturen unser Handeln beeinflussen.

Die Fragen nach dem Vortrag drehten sich eher um die Aufgaben von Kardinal Marx. Auch die protestantischen Gäste aus dem Ökumenekreis nutzten die Gelegenheit, dem Kardinal Fragen zu stellen. Marx demonstrierte während dieser Fragerunde eine Liebe zur Kirche, eine Offenheit, eine Geradlinigkeit und eine Flamboyante, die die Zuschauer ins Staunen versetzte. Marx stellt eine seltene Kombination von mentaler Anwesenheit, hoher Intelligenz und großer Kommunikationsfähigkeit dar. Seine liebenswürdige Beschreibung von Stil und Auftreten des Papstes, von dem er Grüße an unser Kolleg ausrichtete, führte zu guter Stimmung im Saal.

Siebenkirchenwallfahrt

Der äußere Rahmen für die traditionelle Siebenkirchenwallfahrt war diesmal nicht der Allerbeste. In den Straßen von Rom wurde man mit zigtausenden von Marathonläufern konfrontiert, die meinten, Vorrang zu haben. Und dann das Klima: Nicht wenige Alumnen meinten zu wissen, dass ein furchtbares Unwetter unterwegs war; von Gewitter und starkem Regen war die Rede. Warum denn nicht den Vormittag in der Lateran-Basilika verbringen? Die Kompromisslosen, zu denen auch Schwester Gabrijela und Schwester Mihaela zählten, die dem harten römischen Klima ungeachtet weiter pilgerten, kamen alle mit dem Leben davon. So konnte eine stolze Gruppe dem Bischof von Rom zujubeln, als dieser am Petersplatz die Pilger des Germanicum et Hungaricum besonders grüßte. Genau an diesem Tag hat aber Papst Franziskus ganze drei Male festgestellt, dass die Barmherzigkeit größer ist, als alle Vorurteile. So waren wohl auch die "Klimaflüchtlinge" in der Lateranbasilika in seinen apostolischen Segen einbegriffen.

 

Sigurd Sverre Stangeland (Prälatur Tromso)

 

Visitation durch P. Delegat

Mittwoch, 20. März 2013

 

 

Der Delegat von P. Adolfo Nicolàs, dem General der Gesellschaft Jesu, besuchte das Kolleg vom 18. bis 20. März im Rahmen seiner jährlichen Visitation. Zum ersten Mal durften wir P. Severin Leitner SJ in seiner neuen Funktion als Delegat zur Visitation begrüßen. Zum Abschluss feierten wir gemeinsam die Hl. Messe, die von unserer Band musikalisch gestaltet wurde. Beim anschließenden feierlichen Abendessen gab die ungarische Rekreation ein heiteres Lied aus ihrer Heimat zum Besten. P. Delegat bedankte sich bei den Jesuiten, den Schwestern, unseren Mitarbeitern und der gesamten Hausgemeinschaft für ihr Wirken im gesamten Jahr und überbrache zudem Grüße von P. General.

 

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Besuch von Kardinal Erdő

Es war der Kollegsgemeinschaft eine große Freude, Kardinal Péter Erdő im Haus begrüßen zu dürfen.  

P. Rektor begrüßte den Erzbischof mit folgenden Worten:

 

„Sehr geehrter Herr Kardinal,

seit dem Jahre 1580 leben in unserem Kolleg Studenten, die aus dem Gebiet des ehemaligen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und aus den Ländern der ehemaligen Ungarischen Krone kommen. Gemeinsam bereiten sie sich vor auf den priesterlichen Dienst in der Kirche ihrer Länder und Diözesen. So ist es uns heute eine große Freude, mit Ihnen den Erzbischof von Esztergom und Primas von Ungarn in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen im Collegium Germanicum et Hungaricum!“

 

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Statistik 2013/14

Am Beginn dieses Studienjahres gehören zur Kollegsgemeinschaft 68 Personen; 59 Studenten, 6 Jesuiten und 3 Schwestern. Dazu kommen 11 Studenten im Pastoraljahr.

Diese insgesamt 70 Studenten stammen aus 45 Diözesen in 12 verschiedenen Ländern. Von denen im Kolleg stammen 16 aus Deutschland. Zur ungarischen Gruppe gehören 18, davon kommen 9 aus Ungarn, 7 aus Siebenbürgen und 2 aus Serbien. Zur kroatischen Gruppe gehören 15, davon 10 aus Kroatien, 4 aus Bosnien-Herzegowina und 1 aus Serbien. 4 kommen aus Österreich, 2 aus Slowenien, jeweils einer aus Luxemburg, aus Norwegen, aus Polen (Schlesien) und aus der Schweiz.

51 studieren an der Gregoriana, 8 an sechs anderen kirchlichen Hochschulen. 39 studieren im „primo ciclo“ Theologie, 20 in Aufbaustudien, davon 15 im „secondo ciclo“ und 5 als Doktoranden. 3 der Alumnen im Kolleg sind Diakone, 15 sind Priester.

Diakonen- und Priesterweihe

Wie jedes Jahr war auch heuer der 10. Oktober für die Kollegsgemeinschaft ein besonderer Tag. Vier unserer Mitbrüder wurden zu Diakonen, drei zu Priestern geweiht.

Viele Gäste - Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte unserer Weihekandidaten - sind nach Rom gereist, um mit unseren Weihekandidaten zu feiern. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche St. Ignazio ermutigte Dr. Konrad Zdarsa, der Bischof von Augsburg, die Weihekandidaten, bei den Menschen zu sein und ihnen die Frohe Botschaft zu verkünden, bevor er sie durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen bzw. Priestern weihte.

Im Anschluss an die feierliche Liturgie wurde im Kolleg beim Festmahl der große Tag unserer Neupriester bzw. unserer neuen Diakone ausgiebig gefeiert. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr viele Fratres Maiores gekommen sind, um ihre Priesterjubiläen im Kolleg zu feiern.

 

Zu Diakonen wurden geweiht:

Bakó László (Bistum Temesvár)

Bodor Attila (Erzbistum Alba Iulia)

Benedikt Kickum (Erzbistum Paderborn)

Christioph Weiss (Bistum St. Pölten)

 

Zu Priestern wurden geweiht:

Albert Lüken (Bistum Münster)

Raphael Steber (Bistum Augsburg)

Dominik Urban (Erzbistum Bamberg)

 

Außerdem wurden während des Jahres in ihrer Heimat zu Priestern geweiht:

Till Hünermund (Bistum Fulda)

Halász Péter (Bistum Vác)

Törö András (Bistum Debrecen-Nyíregyháza)

 

Zu Diakonen wurden in ihrer Heimat geweiht:

Kovács György (Bistum Vác)

Branko Horvat (Bistum Varaždin)

Anders Hamberg (Bistum Helsinki)

 

Allen Neugeweihten wünschen wir ein segensreiches Wirken in ihrem neuen Dienst!

 

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Eindrücke vom San Pastore Fest

Wie jedes Jahr feiert die Kollegsgemeinschaft mit zahlreichen Gästen aus Gallicano am 3. Oktober das Fest des Hl. Pastor. Zu diesem Anlass konnten wir auch in diesem Jahr den Bischof von Palestrina, Domenico Sigalini, zur Eucharistiefeier und zum anschließenden Fest, begrüßen.

Hier einige Impressionen

 

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13 Neugermaniker

Die Kollegsgemeinschaft freut sich in diesem Jahr über besonders bunten "Zuwachs".

Unsere Neugermaniker setzen sich zusammen aus zwei Studenten aus Deutschland, zwei aus Serbien, zwei aus Slowenien sowie je einem aus Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Polen, Österreich, Rumänien und Ungarn. Bereits Mitte August kamen sie in Rom an, um in einem Intensivkurs die italienische Sprache zu lernen und die Gegend um Rom zu erkunden. Natürlich gehört es auch zur Neugermanikerzeit, sich gegenseitig kennenzulernen.

Wir wünschen den Neugermanikern einen guten Start ihrer Studien in Rom und hoffen, dass sie unsere Gemeinschaft mit ihrer Vielfältigkeit bereichern!

 

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Sommerserenade

Samstag, 18. Mai 2013

 

Nach einer kurzen Schrecksekunde am Nachmittag, als dunkle Wolken aufzogen und es zu tröpfeln begann, konnte die diesjährige Sommerserenade in unserem Innenhof bei klarem Himmel über die Bühne gehen. Die neuen Akademiepräsidenten Jonas Klur (D) und Philipp Supper (A), die an diesem Abend ihren Einstand feierten, haben ein buntes Programm zusammengestellt, das zahlreiche Gäste anlockte. Gesänge, Instrumentalstücke, Gedichte und vieles mehr spiegelten die kulturelle Vielfalt und musikalischen Begabungen wider, die unser Kolleg zu bieten hat. Besonders freute uns, dass sich auch unsere Freunde und Nachbarn aus dem Armenischen Kolleg am Programm beteiligten. Der zweite Teil des Abends wurde wie gewohnt von unserer Band gestaltet, die wieder für gute Stimmung sorgte.

 

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Impressionen von Ostern

Wie jedes Jahr feierte die Kollegsgemeinschaft die Osterliturgie in der Kirche Sant'Ignazio.

Wir freuen uns, dass viele Pilger mit uns gemeinsam das Triduum Sacrum gefeiert haben.

Am Ostersonntag durfte der Chor des CGU im Rahmen der Osterfeierlichkeiten mit dem Papst am Petersplatz singen.

 

Hier ein paar Impressionen

Gründonnerstag

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Karfreitag

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Osternacht

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Ostersonntag

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Vergelt's Gott Papst Benedikt!

 

In einer der letzten Generalaudienzen mit Papst Benedikt XVI hatte anschließend P. Rektor in der Audienzhalle des Vatikan die Gelegenheit noch persönlich mit dem Papst zu sprechen. Der Heilige Vater interessierte sich für die heutige Zusammensetzung der Studentenkommunität im Kolleg. Er war diesem bereits in früheren Jahren als Erzbischof von München-Freising und als Präfekt der Glaubenskongregation verbunden gewesen, sei es durch Vorträge oder bei Priesterweihen. Der Papst teilte P. Rektor mit, dass er dem Kolleg – wie bereits vor einigen Monaten einmal geschehen – noch einmal ein paar theologische Bücher für dessen Bibliothek zukommen lassen werde. Diese Bücher kamen dann auch bereits ein paar Tage später im Kolleg an „da ich weder die Zeit noch die Kraft habe, die Aufmerksamkeit den Büchern zu widmen, die ihnen zukommen würde.“

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Den Studenten und Jesuitenpatres im Germanicum-Hungaricum ließ der Heilige Vater herzliche Segenswünsche ausrichten. Der durch P. Rektor vorgebrachte Wunsch nach einer Papst-Audienz mit Benedikt XVI für das ganze Kolleg in 2013 kann nun nicht mehr in Erfüllung gehen. Aber die Kollegsgemeinschaft des Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum dankt dem Heiligen Vater von ganzem Herzen für sein segensreiches Pontifikat, für die tiefen geistlichen Texte, für alle Sorge um die Priester und das ganze Volk Gottes. Vergelt’s Gott, Papst Benedikt!

Besuch des Präsidiums des ZdK im Kolleg

Freitag, 8. Februar 2013

Von Donnerstag bis Samstag war das Präsidium des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Rom. Neben Gesprächen mit verschiedenen Vertretern der Kurie, stattete die Gruppe auch uns im Collegium Germanicum et Hungaricum einen kurzen Besuch ab.

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In herzlicher Atmosphäre fand eine interessante Begegnung zwischen Studenten des Hauses und den Laien-Vertretern aus Deutschland statt. Die Suche nach Perspektiven der Zusammenarbeit von Laien und Priestern angesichts von Personalmangel und Strukturreformen, genauso wie die Frage nach Faktoren, die eine Berufung ermöglichen, wurden thematisiert. Der offene Austausch ermöglichte zudem einen Blick in das Zusammenleben im Kolleg als einem "europäischen Haus" und natürlich auch in die gesellschaftliche und kirchliche Realität der verschiedenen Heimatländer.

Mit der Ermutigung, als (zukünftige) Priester offen auf die Menschen von heute zu zu gehen und ein Zuhörer und Ansprechpartner für die verschiedensten Probleme in den Gemeinden zu werden, verabschiedete sich das Präsidium des ZdK.

Ökumenische Vesper im Kolleg

Sonntag, 13. Januar 2013

Am Sonntagabend versammelte sich in der Kollegskirche eine bunte Schar Christen aus den verschiedenen deutschsprachigen Gemeinden Roms. Neben der Hausgemeinschaft waren auch von der evangelischen Christuskirche und von der katholischen Santa Maria dell'Anima Besucher gekommen, um gemeinsam im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen eine Vesper zu feiern. Die Predigt - nach traditioneller Reihenfolge dieses Mal gehalten vom Rektor der Anima, Franz Xaver Brandmayr - stellte im Bezug auf den Lesungstext aus dem Buch Micha die Frage, was wir denn nun für die Einheit der Christen tun könnten. Letztlich werden es nicht unsere Opfer sein, mit denen wir die Ökumenische Bewegung zum Ziel bringen, so der Prediger, sondern Gott wird es sein, der uns gemeinsam zur Einheit führt.

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Ein Dank geht an den Chor der Christuskirche und den Kollegschor, die wieder gemeinsam die Vesper mitgestaltet haben. Mit einem gemeinsamen Abendessen im Refektorium endete dieses geschwisterliche Treffen in lockerer Atmosphäre.

Giornata Ungherese

Sonntag, 13. Januar 2013

Schon die Messe am Sonntagmorgen eröffnet mit vielen ungarischen Liedern, gefeiert vom ungarischen Spiritual P. Patsch SJ den "ungarischen Tag".

Danach gab ein interessanter Vortrag über die Dorfkirchen und besonders ihre Fresken im Szeklerland (Kovacs György) mit vielen wunderbaren Bildern Einblick in die ungarische Kultur, den Heiligenkult und die Baukunst im Mittelalter. Ein zweiter Vortrag, über deutschsprachige Minoritäten, vor allem die Donauschwaben, zeigte die engen Verbindungen zwischen Deutschland und Ungarn (Berecz Tibor). Bravourös wurde zum Schluss ein Lied der Donauschwaben vorgetragen, dessen Melodie man auch in einigen Regionen Deutschlands kennt.

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Der anschließende Aperitif - mit ungarischen Köstlichkeiten, Musik und Bildern - ließ das leckere Mittagessen schon vorausahnen: Ein wunderbares Gulasch mit Spätzle war uns von den drei Köchinnen des ungarischen Instituts, dessen Bewohner heute auch unsere Gäste waren, zubereitet worden. Nach einem kräftigen Applaus endete das Mittagessen dann mit leckeren Palatschinken.

Vielen Dank an die ungarische Rekreation und alle, die diesen schönen Vormittag für die ganze Hausgemeinschaft des Collegium Germanicum et Hungaricum gestaltet haben.

Adventskonzert

15. und 16. Dezember 2012

Nach vielen Wochen der Vorbereitung war es am dritten Adventswochenende endlich soweit: am Samstag- und am Sonntagabend fand im Kolleg das Adventskonzert statt. Der Chor unter Leitung von Bernard Mallmann eröffnete das adventliche Programm mit dem Stück "Oh Heiland, reiß die Himmel auf". Nachdem P. Rektor bereits in der Eröffnung die Vielfalt des Kollegs aufgrund der unterschiedlichen Herkunft seiner Bewohner erwähnt hatte, folgte ein bunter Reigen verschiedenster Gesänge aus den liturgischen und volkstümlichen Traditionen zur Advents- und Weihnachtszeit.

Zu den fünf Chorstücken kamen Lieder aus Kroatien und Ungarn, vorgetragen von der kroatischen bzw. ungarischen Rekreation. Die liturgische Tradition brachten vor allem die Kollegsschola und die griechische Schola, unterstützt durch zwei Studenten aus dem griechischen Kolleg, zu Gehör. Kleinere Gruppen von Studenten trugen das ukrainische Weihnachtslied "Добий вечір тобі" (Branko Horvat, Martin Reichert, Ivan Tišljar), das ambrosianische "Veni Redemptor Gentium" mit Saxophonimprovisation (Rafael Steber) und die Stücke "Natus est nobis" von J. Handl, "Alma Redemptoris Mater" von G.P. da Palestrina und "Wer nur den lieben Gott lässt walten" von J.S. Bach/C. Waßner (György Kovács, Bernard Mallmann, Manuel Müller, Thomas Stahlberger) vor. Die Kollegsband (Hrvoje Damiš, Peter Hohler, Martin Krizmanić, Raphael Steber, Nikola Tomašević) verstärkt durch Dario Valle CPPS ergänzte dieses bunte und reiche Programm um drei modernere Weihnachtslieder.

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Besuch von P. General im Kolleg

5. Dezember 2012

Am Mittwoch, 5. Dezember, besuchte uns P. General Adolfo Nicolás Pachón SJ. In seinem Vortrag sprach er zur Bischofssynode über die Neuevangelisierung. Ausgehend vom schwierigen Begriff der Neuevangelisierung berichtete P. General, dass zunächst die eigentliche Problemstellung der Synode unklar gewesen sei. Die aus der ganzen Weltkirche versammelten Bischöfe kamen ja aus ganz unterschiedlichen Missions-Kontexten. Aus seiner eigenen Erfahrung in Japan schöpfend, erklärte uns P. General, dass das entscheidende Moment der Mission das "wie" der Verkündigung sei, nicht das "was". Wichtig sei, wie uns Ignatius sagt, "Gott in allen Dingen zu sehen." So habe Gottes Werk in der Verbreitung seines Evangeliums immer auch einen "surprise factor". Positiv bewertete P. General deshalb gerade den Austausch, der zwischen den Bischöfen stattgefunden habe. So sei vielen klar geworden, dass vor allem "der Geschmack des Glaubens" vermittelt werden muss und dass das Evangelium als etwas verkündet werden muss, das das Leben jedes einzelnen bereichert.

In der anschließenden Messe predigte P. General zum Evangelium von der Brotvermehrung. Jesus, so seine Auslegung, sei aufmerksam auf die Not der Menschen gewesen und habe in einfachen Worten und Zeichen gewirkt. An ihm müssten wir uns bei aller Verkündigung des Evangeliums ein Beispiel nehmen. Die anschließende Cena Festiva schloss den Abend, musikalisch gerahmt durch die kroatische Schola.

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Admissionen und Beauftragungen im Kolleg

24. und 25. November 2012

Am Christkönigs-Sonntag fand in Rom nicht nur das Konsistorium statt, sondern auch bei uns im Kolleg wurde gefeiert: Walter Kardinal Kasper nahm die Admissionen und Beauftragungen zu Lektorat und Akolythat in feierlichen Gottesdiensten am Samstagabend und Sonntagmorgen vor.

In der ersten Vesper wurden unter die Kandidaten für die Diakonen- und Priesterweihe aufgenommen:

  • Josip Cule (Bistum Mostar-Duvno)
  • Ilija Dogan (Erzbistum Ðakovo-Osijek)
  • Antun Faltak (Bistum Bjelovar-Križevci)
  • Peter Hohler (Bistum Rottenburg-Stuttgart)
  • Jonas Klur (Erzbistum Paderborn)
  • Kovács, György (Bistum Vác)
  • Martin Krizmanic (Erzbistum Zagreb)
  • Manuel Müller (Bistum Augsburg)
  • Michael Opara (Bistum Mainz)

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Am Sonntagmorgen wurden in der Messe folgende Mitbrüder zu Lektoren beauftragt:

  • Cule, Josip (Bistum Mostar-Duvno)
  • Dogan, Ilija (Erzbistum Ðakovo-Osijek)
  • Faltak, Antun (Bistum Bjelovar-Križevci)
  • Peter Hohler (Bistum Rottenburg-Stuttgart)
  • Martin Krizmanic (Erzbistum Zagreb)

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Das Akolythat übertrug der Kardinal ebenfalls am Sonntagmorgen an:

  • Anders K. Hamberg (Bistum Helsinki)
  • Branko Horvat (Bistum Varaždin)
  • Jonas Klur (Erzbistum Paderborn)
  • Manuel Müller (Bistum Augsburg)
  • Michael Opara (Bistum Mainz)
  • Nicola Tomaševic (Bistum Varaždin)
  • Christoph Weiss (Bistum St. Pölten)
  • Tomislav Zubac (Bistum Mostar-Duvno)

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In seiner interessanten Predigt zum Lesungstext der ersten Vesper aus dem Epheserbrief fragte Kardinal Kasper, was es heißt, in den Dienst des universalen Herrschers Christus aufgenommen zu werden. Er forderte die Admittendi auf, in ihrer Vorbereitung auf die Weihe die geistliche Rüstung anzulegen, erinnerte aber zugleich daran, dass denen, die Christus nachfolgen, "ein schönes Los" zugefallen ist. Am Sonntagmorgen sprach Kardinal Kasper ausgehend vom Verhör vor Pilatus im Johannesevangelium über die Frage nach der Wahrheit. Die neuen Lektoren und Akolythen rief er auf, durch ihren Dienst Zeugnis abzulegen für den "Urmärtyrer" Christus.

Messe in Sant'Appolinare zum Gedenken an die Verstorbenen des Kollegs

Freitag, 2. November 2012

Der Allerseelentag war für uns Anlass, die Kommunitätsmesse in Sant'Appolinare zu feiern. Das Collegium Germanicum et Hungaricum war für über 200 Jahre im 16. bis 18. Jahrhundert dort untergebracht und nutzte die Kirche auch als Bestattungsort für verstorbene Seminaristen und Patres. Die Kollegsgemeinschaft gedachte in der Messe der großen Zahl ihrer Mitbrüder, die bereits vom Herrn nach Hause gerufen worden sind. 

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In seiner Predigt betonte P. Rektor, dass uns der Tod nicht zu einer bloßen Tatsache verkommen dürfe, die wir theologisch leicht wegerklärten. Schließlich beten wir in jeder Messe "Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir!" Gefordert seien Sensibilität und ein bewusster Umgang mit dem Sterben, im Hintergrund sicher immer getragen von der festen Hoffnung auf die Auferstehung.

Messe im byzantinischen Ritus

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Einige unserer Mitbrüder im Collegium Germanicum et Hungaricum gehören zur griechisch-katholischen Kirche. Am Mittwoch fand deshalb in unserer Kollegskirche eine Messe im byzantinischen Ritus statt. Zelebriert wurde die Göttliche Liturgie vom Rektor des Griechischen Kollegs, Archimandrit Nin Manel (Mönch vom Kloster auf dem Montserrat), der uns auch in den Ablauf der Chrysostsomos-Liturgie einführte. Ein herzlicher Dank sei ihm und dem Chor des griechischen Kollegs, der die liturgischen Gesänge, die für uns in einem ausführlichen Textheft übersetzt worden waren, ganz hervorragend gesungen hat.

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Statistik 2012/13

In diesem Studienjahr gehören zur Kollegsgemeinschaft 68 Personen; 59 Studenten, 6 Jesuiten und 3 Schwestern. Dazu kommen 12 Studenten im Pastoraljahr. Diese insgesamt 71 Studenten stammen aus 44 Diözesen in 11 verschiedenen Ländern.

Von denen im Kolleg stammen 21 aus Deutschland, 8 aus Ungarn - sowie zur ungarischen Gruppe gehörend 3 aus Siebenbürgen und 2 aus Serbien. Zur kroatischen Gruppe gehören 17, davon 12 aus Kroatien und 5 aus Bosnien-Herzegowina. Dazu kommen 4 aus Österreich, jeweils einer aus Finnland, aus Litauen, aus Schweden und aus der Schweiz.

Neuer ungarischer Spiritual

Seit diesem Sommer haben wir im Kolleg - neben P. Christoph Kentrup SJ aus Deutschland - wieder einen ungarischen Spiritual. P. Ferenc Patsch SJ, der schon einmal, von 2003 bis 2007 als Spiritual vor allem unsere ungarischsprachigen Studenten betreute, ist nun wieder als Spiritual in unser Haus und als Dozent an die Gregoriana zurückgekehrt.

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Er ist 1969 geboren und wurde 1994 zum Priester geweiht, danach hat er in Rom Philosophie studiert. Er trat im Jahr 2000 in die Gesellschaft Jesu ein. Im Anschluss an das Noviziat hat er das Promotionsstudium in Theologie absolviert und begonnen philosophische und theologische Fächer sowohl in Budapest (Ungarn) als auch in Nairobi (Kenia) zu lehren. 2012 wurde er von seinen Oberen nach Rom geschickt um dort als Dozent an der Päpstlichen Universität Gregoriana und im Jesuitenteam des Collegium Germanicum et Hungaricum zu wirken.

Die ganze Kollegsgemeinschaft freut sich über den neuen ungarischen Spiritual und heißt P. Patsch herzlich willkommen. Wir wünschen P. Patsch eine gute Zeit in Rom und Gottes Segen für seine Arbeit.

Priesterweihe in Sant'Ignazio

Mittwoch,10. Oktober 2012

Am 10. Oktober 2012 weihte S.E. Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, Päfekt der Glaubenskongregation, durch Handauflegung und Gebet zwei unserer Mitbrüder zum Diakon und zwei unserer Mitbrüder zum Priester.

unsere neuen Diakone:

  • Halász Peter, Diözese Vác
  • Törő, András, Diözese Debrecen-Nyíregyháza

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unsere Neupriester:

  • Bernard Mallmann, Bistum Regensburg
  • Moritz Schönauer, Erzbistum Wien

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Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, seit Juli Präfekt der Glaubenskongregation, hat seine Zusage, die Priester- und Diakonenweihe vorzunehmen trotz der neuen Aufgabe nicht zurückgezogen.

In der feierlichen Liturgie, die wieder der Chor der Alten Kapelle zu Regensburg mit der Missa Papae Marcelli musikalisch rahmte, predigte Erzbischof Müller darüber, was es heißt, am Dienst des guten Hirtens teilzuhaben: es geht darum, vom "Mitleid Jesu mit den Menschen erfasst [zu] werden: nicht von oben herab, sondern so, wie Jesus ‎Mensch geworden ist und unser Leben geteilt hat, mit uns war: in einer brüderlichen Weise den ‎Menschen nahe [zu] sein."

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Beim Weihepranzo platzte der Speisesaal beinahe aus allen Nähten. Nicht nur sind in diesem Jahr besonders viele Fratres Maiores, die an diesem Tag ihr 10-, 20-, 25-, 40-, und sogar 50-jähriges Jubiläum feiern angereist, sondern aufgrund der Weltbischofssynode zur Neuevangelisierung, die dieser Tage stattfindet, besuchten uns auch über ein Dutzend Bischöfe.

 

Während am 11. Oktober Papst Benedikt auf dem Petersplatz in einer feierlichen Messe der Konzilseröffnung vor 50 Jahren gedenkt und zugleich das Jahr des Glaubens eröffnet, feiern unsere Neugeweihten Moritz Schönauer (Erzbistum Wien) und Bernard Mallmann (Bistum Regensburg) ihre erste Heilige Messe in den Kirchen Natività di nostro Signore Gesù Christo und Sant'Antonio dei Porthoghesi.

 

Bereits im Laufe des Jahres sind in ihren Heimatdiözesen zehn weitere Germaniker-Hungariker zu Priestern geweiht worden:

  • Czapkó Mihaly (Erzbistum Eger)
  • Pär-Anders Feltenheim (Bistum Stockholm)
  • Hurgoi János (Erzbistum Gyulafehérvár)
  • Tomislav Kasić (Erzbistum Zagreb)
  • László István (Erzbistum Gyulafehérvár)
  • Mario Lešić (Erzbistum Ðakovo-Osijek)
  • Pero Miličevic (Bistum Mostar-Duvno)
  • Thomas Stahlberger (Erzbistum Freiburg)
  • Tomanek Ferenc (Bistum Kaposvár)
  • Sebastian Wetter (Bistum St. Gallen)
 

19 Neugermaniker!

Bereits Mitte August trafen hier in Rom die 19 neuen Studenten unseres Kollegs ein und lernten in San Pastore Italienisch. Einige der "Neuen" hatten schon zuvor, im Juli, einen Deutschkurs in Frankfurt besucht  und studierten so in diesem Sommer gleich zwei neue Sprachen. Gemeinsam mit ihren Duktoren erkundeten sie an den Wochenende die Gegend um Rom und erlebten so auch das Land und seine Bewohner.

Neugermaniker

Die Kollegsgemeinschaft freut sich, fünf neue Studenten aus Deutschland, vier aus Kroatien, drei aus Bosnien-Herzegovina und drei aus Ungarn, zwei Österreicher und je einen Studenten aus Serbien und Rumänien begrüßen zu dürfen und wünscht den Neugermanikern einen erfolgreichen Start ins Studium hier in Rom.

 

San Pastore-Fest

3. Oktober 2012

Unser Landgut nahe Gallicano trägt den Namen des Heiligen Pastor, dessen Reliquien auch in der dortigen Kapelle verehrt werden. Sein Fest liegt - wie das des Ordensgründers Ignatius von Loyola - in den Sommerferien. Nachträglich feierte deshalb die ganze Hausgemeinschaft in unserem Landhaus diese beiden für unser Kolleg wichtigen Heiligen am 3. Oktober. So endeten die Exerzitien, die seit der Mentorella-Wallfahrt in San Pastore stattfanden, mit einem feierlichen Gottesdienst, dem dieses Jahr wieder Bischof Domenico Sigalini von Palestrina vorstand. In seiner Predigt wendete er die Frage Jesu an seine Jünger, für wen ihn die Menschen hielten, auf uns an: Auch wir stellen uns gegenseitig oft diese Frage: "Wer bin ich für dich?" Unsere Frage nach der eigenen Identität ist von Jesus her zu beantworten: in seiner Nachfolge erkennen wir uns wieder und erkennen wir ihn als den Messias.

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Zum anschließenden Festpranzo, bei dem der traditionelle erste Chorauftritt des Jahres die Gäste erfreute, wurden die Neugermaniker, die Rückkehrer aus dem Pastoraljahr und auch der neue Delegat des Jesuitengenerals für das Kolleg, P. Severin Leitner SJ, herzlich begrüßt.

Start des Studienjahres mit der Mentorella-Wallfahrt

26. September 2012

Zum Neubeginn des Studienjahres versammelt sich die Hausgemeinschaft des Collegium Germanicum et Hungaricum traditionell am 26. September in aller Frühe und macht sich von Poli aus zu Fuß auf den Weg zum Marienwallfahrtsort Mentorella. So auch in diesem Jahr. Und obwohl die umliegenden Gipfel beim Aufstieg wolkenverhüllt waren, blieben wir auf unserer Wallfahrt von größeren Regenschauern verschont. In seiner traditionellen "Bergpredigt" erinnerte P. Spiritual Kentrup SJ an die vielen Menschen, die uns in Gedanken begleiten. Ganz bewusst trugen wir diese Gebetsgemeinschaft auf der Pilgerschaft zur Jungfrau von der Mentorella mit.

P. Rektor Lautenbacher SJ nahm in seiner Predigt Bezug auf das Marien-Heiligtum und ging dazu vor allem vom VIII. Kapitel der Kirchenkonstitution Lumen Gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils aus. Das Ja Marias zu Gottes Wort ist Vorbild für die ganze Kirche und für unsere Hausgemeinschaft Einladung zur Nachfolge.

Mentorella

Herzlich begrüßt die ganze Kollegsgemeinschaft P. Patsch SJ, der schon einmal, von 2003 bis 2007 ungarischer Spiritual im Kolleg gewesen war und diese Aufgabe nun ein zweites Mal übernimmt. Gemeinsam mit P. Spiritual Kentrup SJ leitete er bereits die an diesem Tag beginnenden Exerzitien für die Neugermaniker. Ihm wünschen wir für Sein Leben und Wirken im Kolleg alles Gute!

Kollegs-Ausflug

5. Mai 2012

Am Samstag, dem 5. Mai, war der traditionelle Ausflug des Kollegs. Nachdem der Bus endlich - mit 15 Minuten Verspätung - vom Kolleg aus gestartet war und schon die Richtung nach Norden eingeschlagen hatte, erfuhr die gespannte Kollegsgemeinschaft von den beiden "Reiseleitern" Jonas Klur und Nikola Tomašcević das Reiseziel: Die erste Station sollte Orvieto werden. Dort feierten wir in der sogenannten Corporals-Kapelle, die die Reliquie des eucharistischen Wunders von Bolsena beherbergt, die Heilige Messe.

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Anschließend blieb Zeit für eine Stadtbesichtigung. Nach dem "pranzo al sacco" brachte uns der Bus noch weiter nach Norden zur Abbazia Santa Maria dell’Oliveto Maggiore. Die Fahrtzeit nutzen wir für einen gemeinsamen Rosenkranz und eine kleine Siesta. In der Abtei angekommen, besichtigten wir die Klosterkirche und den Kreuzgang, der mit einem beindruckenden Freskenzyklus mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Benedikt geschmückt ist.

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Die südliche Toskana - in der wir ja mittlerweile unterwegs waren - ist unter anderem bekannt für ihre kulinarischen Genüsse. Dazu gehört auch der "Brunello", ein schwerer Rotwein, der noch heute im Holzfass ausgebaut wird. Bei einer Weinprobe in einer Kellerei in Montalcino konnten wir auch selbst den "Brunello" verkosten. Der Pfarrer des Dorfes San Quirico d'Orcia, das an der Via Francigena liegt, hatte bei der Vorbereitung des Ausflugs geholfen. Nachdem er uns bereits zur Weinkellerei geführt hatte, zeigte er uns nun noch seine Pfarrei, besonders die schönen romanischen Kirchen.

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Zum Schluss des Tages durfte natürlich ein ausgiebiges Abendessen nicht fehlen. Mit Gitarre und Gesang verkürzt war dann die Busfahrt zurück ins nächtliche Rom ein lustiger Abschluss dieses schönen Ausflugs.

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Dialog mit Alois Glück und Stefan Vesper vom ZdK

23.4.2012

Alois Glück, Präsident des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), und Stefan Vesper, General-sekretär, weilen dieser Tage zu Gesprächen in Rom. Auf Einladung von P. Rektor konnten wir bei einer Austauschrunde die beiden Vertreter des Laiengremiums kennen lernen.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung kam das Gespräch recht schnell auf die aktuellen Themen in Kirche und Gesellschaft. Alois Glück beschrieb die Krisenerfahrung nicht nur in der Kirche, sondern beispielsweise in der Wirtschaft und stellte die katholische Soziallehre als Antwort vor, die auch vom ZdK an verschiedenen Stellen eingebracht werde. Im Blick auf die innerkirchlichen Debatten verwies er darauf, dass der Ausgangspunkt aller Überlegungen für notwendige Reformen in der Kirche der Sendungsauftrag Christi sei. Ein ergebnisoffener Dialog verhelfe nicht nur zur notwendigen gegenseitigen Information, sondern vor allem auch zur Rückgewinnung verlorenen Vertrauens.

Sicher war auch unsere Gesprächsrunde in diesem Sinne ein kleiner Beitrag zum Dialogprozess, bot sich doch hier die Möglichkeit, verantwortete, engagierte und vor allem im Glauben wurzelnde Positionen kennen zu lernen.

Nach dem Blick von unserer Dachterrasse über das "Ewige Rom" endete diese Mut machende Begegnung, bevor Alois Glück und Stefan Vesper zum nächsten Termin aufbrachen.

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Kar- und Ostergottesdienste

Auch in diesem Jahr haben wir das Triduum Paschale in der Kirche Sant'Ignazio gefeiert.

Einer der Höhepunkte war sicher in diesem Jahr die von Chor und Vorsängern des Kollegs vorgetragene Passion am Karfreitag.

Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Pilger aus Deutschland, die an den Gottesdiensten teilgenommen haben. Am Ostersonntag sang unser Chor - dieses Jahr bei gutem Wetter - auf dem Petersplatz einige Osterlieder und feierte dann mit dem Heiligen Vater das Osterhochamt feiern.

ChorChorChor

ChorChorChor

ChorPapst Benedikt

 

Sieben-Kirchen-Wallfahrt "Weggefährten"

11.3.2012

In einem Romführer heißt es:

„Die Siebenkirchenwallfahrt ist in unzähligen Pilgerberichten beschrieben und es gibt Stiche zur Geographie Roms, auf denen nur diese Hauptwallfahrtskirchen und die Obelisken dargestellt werden. Die Siebenkirchenwallfahrt stammt aus der Spätantike.
Zahlreiche Inschriften weisen den Weg, der in St. Peter beginnt und vorbei an St. Paul vor den Mauern, S. Sebastiano an der Via Appia, der Lateransbasilika, Santa Croce in Gerusalemme und San Lorenzo bis zu S. Maria Maggiore führt. Eine Wiederbelebung fand der fast vergessene Brauch im 16. Jahrhundert durch den römischen Heiligen Philipp Neri. Der inszenierte kurz vor Beginn der Fastenzeit die Siebenkirchenwallfahrt als eine Art spirituellen Karneval. Am Fetten Donnerstag vor Aschermittwoch versammelte er riesige Menschenmengen und führte sie von Kirche zu Kirche. Unterwegs ging es lustig zu, denn dafür war Philipp Neri berühmt. Er organisierte große Pic-Nicks, es wurde gesungen und gewandert, und eben auch gebetet. Und auf diese fröhliche Weise erlangte die Siebenkirchenwallfahrt wieder einen besseren Ruf, denn Philipp Neri zeigte, daß wallfahren mehr als triste Entbehrung ist.“

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Auch in diesem Jahr war das Kolleg am dritten Fastensonntag wieder auf Sieben-Kirchen-Wallfahrt. Nach dem Pilgersegen kurz nach fünf Uhr in der Frühe ging es - vorbei an den noch geschlossenen Kirchen S. Maria Maggiore und San Lorenzo - zur Kirche Santa Croce, wo eigentlich hätte die Sonntagsmesse gefeiert werden sollen. So standen wir in der aufgehenden Sonne alle gegen sieben Uhr versammelt vor verschlossenen Kirchenportalen, die nicht geöffnet wurden, weil der Custode nicht kam. Eine spontane Programmänderung ließ uns dann den kurzen Weg bis zur nächsten Station gehen, wo wir vor der herrlichen Fassade von San Giovanni in Laterano auch ein stärkendes Frühstück erhielten. Bei strahlendem Sonnenschein ging die Wallfahrt entlang der römischen Stadtmauer hinaus zu den Katakomben. Der Rosenkranz über den grünen Wiesen der Kalixtus-Katakombe gehörte auch in diesem Jahr zu den schönsten Momenten der Wallfahrt. Von der Kirche San Sebastiano pilgerten wir langsam wieder Stadt-einwärts, zunächst zu San Paolo fuori le mura, dann den Gianicolo hinauf. Kurz vor zwölf waren wir dann am Petersplatz angekommen, wo wir nach einer kurzen Ansprache und dem gemeinsam gebeteten Angelus von Papst Benedikt gegrüßt wurden. Den Stationsgottesdienst, der wie die Wallfahrt unter dem Motto "Weggefährten" stand, feierten wir dann gemeinsam abends in der Kirche des Kollegs, sodass die Wallfahrt einerseits dort endete, wo sie begonnen hatte, andererseits sozusagen zu einer Acht-Kirchen-Wallfahrt geworden war.

(zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Besuch des Ministerpräsidenten von Niedersachsen David McAllister im Kolleg

8.3.2012

Auf Initiative der beiden niedersächsischen Studenten im Kolleg hat P. Rektor den Ministerpräsidenten David McAllister, der sich zur Unterzeichnung von Verträgen in Rom aufhielt und auch von Papst Benedikt XVI. empfangen wurde, zu einem Besuch ins Kolleg eingeladen. Nach langer Ungewissheit hatte der Botschafter tatsächlich kurzfristig zugesagt, sodass der Ministerpräsident für eine Stunde ins Kolleg kommen konnte. Schon beim Empfang merkte man Herrn McAllister seine Neugier auf das Kolleg an, sodass die historischen Ausführungen von P. Rektor bei ihm auf große Aufmerksamkeit stießen. Nach dem Besuch einiger signifikanter Orte im Kolleg stellten im Gregoriussaal verschiedene Studenten dem Ministerpräsidenten das Kolleg als europäisches Haus vor. Besonderes Interesse erweckte hierbei die Frage, wie sich unser Zusammenleben mit so vielen Nationen gestaltet. Der abschließende Besuch auf der Dachterrasse, der natürlich für den obligatorischen Fototermin genutzt wurde, bot dann noch einmal die Möglichkeit, frei und ungezwungen mit Herrn McAllister ins Gespräch zu kommen. Von diesen Eindrücken begeistert, fuhr der Ministerpräsident anschließend zum Heiligen Vater.

Festmesse in Santo Stefano Rotondo am 26. Dezember

26.12.2011

Am Fest des hl. Stephanus, des ersten Märtyrers, wurde am Sonntag, den 26. Dezember 2011 um 11:00 Uhr, in der Kirche unseres Kollegs Santo Stefano Rotondo eine Festmesse gefeiert. Hauptzelebrant und Prediger war P. Benedikt Lautenbacher SJ, Rektor des Kollegs und der Kirche.

Kollegs-Theater "Bunbury" von Oscar Wilde

10.12. und 11.12.2011

Die Kommunität des Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum
ludt auch in diesem Jahr herzlich ein zur Theateraufführung. Gezeigt wurde "Bunbury" von Oscar Wilde.

Besuch von P. General Adolfo Nicolás SJ

30.11.2011

Am 30. November besuchte der Generalobere des Jesuitenordens, P. Adolfo Nicolás Pachón SJ, unser Kolleg. In seinem einleitenden Vortrag nahm P. General Bezug auf sein langjähriges pastorales Wirken in Japan und unterstrich dabei die positiven Auswirkungen längerer Aufenthalte in fremden Kulturen für die eigene geistliche und theologische Entwicklung. In seiner Predigt bei der Kommunitätsmesse zeigt er am Beispiel des Tagesheiligen, des Apostels Andreas, und vieler heiliger Missionare in der Geschichte der Kirche auf, dass das Geheimnis eines fruchtbaren priesterlichen Lebens darin besteht, nicht nur einen Teil seines Lebens, sondern sich selbst ganz für den Dienst am Reich Gottes einzusetzen und zu geben.