Besuch von P. General im Kolleg

5. Dezember 2012

Am Mittwoch, 5. Dezember, besuchte uns P. General Adolfo Nicolás Pachón SJ. In seinem Vortrag sprach er zur Bischofssynode über die Neuevangelisierung. Ausgehend vom schwierigen Begriff der Neuevangelisierung berichtete P. General, dass zunächst die eigentliche Problemstellung der Synode unklar gewesen sei. Die aus der ganzen Weltkirche versammelten Bischöfe kamen ja aus ganz unterschiedlichen Missions-Kontexten. Aus seiner eigenen Erfahrung in Japan schöpfend, erklärte uns P. General, dass das entscheidende Moment der Mission das "wie" der Verkündigung sei, nicht das "was". Wichtig sei, wie uns Ignatius sagt, "Gott in allen Dingen zu sehen." So habe Gottes Werk in der Verbreitung seines Evangeliums immer auch einen "surprise factor". Positiv bewertete P. General deshalb gerade den Austausch, der zwischen den Bischöfen stattgefunden habe. So sei vielen klar geworden, dass vor allem "der Geschmack des Glaubens" vermittelt werden muss und dass das Evangelium als etwas verkündet werden muss, das das Leben jedes einzelnen bereichert.

In der anschließenden Messe predigte P. General zum Evangelium von der Brotvermehrung. Jesus, so seine Auslegung, sei aufmerksam auf die Not der Menschen gewesen und habe in einfachen Worten und Zeichen gewirkt. An ihm müssten wir uns bei aller Verkündigung des Evangeliums ein Beispiel nehmen. Die anschließende Cena Festiva schloss den Abend, musikalisch gerahmt durch die kroatische Schola.

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