Aktuelle Kunst

Theater "L’abbandono alla divina provvidenza" in St. Stefano Rotondo

04.04.2012

Das Collegium Germanicum et Hungaricum lädt ein:

"L’abbandono alla divina provvidenza".

Alessandro Berti zeigt am 4. April 2012 um 21.00 Uhr in Santo Stefano Rotondo den theatralischen Monolog, der sich an das Werk des französischen Jesuiten Jean Pierre de Caussade SJ (1675-1751) anlehnt. Mit seiner Interpretation und Adaption auf ein Ein-Mann-Stück zählt Berti zu den Gewinnern der "Teatri del Sacro 2011".

Aus der Textvorlage der spirituellen Briefe, die de Caussade im Verlauf von zwanzig Jahren (1720-1740) an ein Schwesternkonvent sandte, wird ein Stück, das in seiner szenischen Einfachheit die kraftvollen Worte neu vergegenwärtigt.  Die Askese bis zur radikalen Hingabe an Gott ist das entscheidende Thema des Stücks, das den spirituellen Kampf eines jungen Seelsorgers in Gebet und Erleuchtung zeigt und auf den Zielpunkt, die "Hingabe an die göttliche Gegenwart", hinstrebt.

Weitere Informationen zum Autor und zum Stück finden Sie im Internet unter http://alessandroberti.blogspot.com.
Die Aufführung gehört zu einer ganzen Reihe verschiedener Veranstaltungen. Weitere Elemente aus der Reihe "i Teatri del Sacro" finden sie hier.

 

Ausstellung "Cruciale" in St. Stefano Rotondo

29.02.2012 bis zum 28.03.2012

Die Ausstellung fand vom 29. Februar bis zum 28. März in der Kirche Santo Stefano Rotondo statt.

Vor über zehn Jahren hatte ich in Aachen (D) als Rektor einer  neuromanischen Kirche die Gelegenheit, im Rahmen deren Restaurierung all die  kraftlosen "Dekorationen" entfernen zu lassen, wodurch die Kirche zu einem geradezu asketischen Raum wurde, in dem die mystische Dimension der Eucharistiefeier erst richtig zum Tragen kam.
So ein Ort lädt auch dazu ein, die kreativ-künstlerischeAuseinandersetzung mit den Fragen unserer Zeit und deren künstlerische Antwortversuchen in Form von Ausstellungen zu zeigen und die Besucher zu inspirieren oder gar zu; konfrontieren. Damals waren es große Namen wie Joseph Beuys, Arnulf Rainer und  Mimmo Paladino.
Und jetzt Guilio Iacchetti in Santo Stefano Rotondo – einem  in ganz Rom unvergleichlich architektonischen und spirituellen Ort! Völlig  unerwartet holt mich hier als Rektor des Collegium Germanicum et Hungaricum, zu  dem Santo Stefano Rotondo gehört, ein Teil meiner Vergangenheit wieder ein. Dafür  bin ich sehr dankbar.
„CRUCIALE“ – ein  Begriff, der im Italienischen als Adjektiv verschiedene Bedeutungsnuancen  kennt, die auch in Richtung „wichtig“, „ernst“ oder „skeptisch“ gehen können,  wobei das Substantiv „punto cruciale“ vielleicht den „Punkt“ trifft und nach Entscheidung  - im Leben(!) ruft.
Der Künstler Guilio Iacchetti sucht, oft in Dingen des alltäglichen Gebrauchs, Spuren von Kreuzmarken; Spuren von Begegnungen/Überschneidungen im Alltäglichen. Das Kreuz als vorchristliches und  erst recht als christliches Symbol bricht&nbsp aber die Dimensionen des Alltäglichen, Zwischenmenschlichen auf, hinein in das Transnationale, Kosmische, ja Göttliche.
Das Kreuz suchen - und finden in allen Dingen? Was bei Guilio Iacchetti vielleicht plakativ wirken könnte, ist in Wahrheit ein  künstlerischer Appell, sich von der Form leiten zu lassen und mit der Materie (!) von der Oberfläche in die Tiefe zu schauen! Der spanische Mystiker Ignatius von Loyola (1491-1556) spricht vom „Gott suchen und finden in allen Dingen“.
Dass diese Ausstellung uns mit dem Symbol des Kreuzes an der Hand nimmt, um uns mit einem Stück des „cruciale“ in unserem persönlichen Alltag zu konfrontieren, oder auch zu versöhnen, ist eine wirklich gute Gelegenheit, die Fastenzeit zu begehen, sich auf das kommende Osterfest vorzubereiten. Ostern bringt dann die Überwindung, oder noch besser: Den Sieg (!) des Kreuzes als Symbol der Wahrheit und der Liebe Gottes zu uns Menschen.

P. Benedikt  Lautenbacher SJ, Rektor der Kirche Santo Stefano Rotondo

Die Ausstellungsankündigung finden Sie auch im Internet unter www.fondazionevolume.com