22.05.2020 – Die Sommermuftik konnte stattfinden. Trotz der Maßnahmen konnten wir mit den Autos nach San Pastore fahren und mit viel Freude die Sommermuftik begehen. Nachdem wir in unserer Sommerresidenz angekommen waren, erfrischten sich einige Mitbrüder in der Piscina.

Nach langer Zeit trafen wir die Fratres, mit denen wir schon lange nicht mehr persönlich zusammen gekommen waren, weil sie den Lockdown in San Pastore verbrachten. Rex Blaž Kernel kümmerte sich mit seiner Regierung um einen besonderen Aperitif und unsere Freunde des Bibos-Personals grillten ein köstliches Abendessen. Es folgte ein Programm mit verschiedenen Spielen und Aufgaben für die Kandidaten auf das Amt des kommenden Rex. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Abschied von den Mitbrüdern, die ihre „Pilgerreise“ im unseren Kolleg in diesem Jahr beenden würden. Obwohl wir sie vermissen werden, sind wir dem Herrn dankbar, dass wir sie kennenlernen und wundervolle Momente miteinander erleben durften.

Plötzlich ergriff der Rex persönlich das Wort und verkündete, dass er am Ende seiner Kräfte sei und einen Nachfolger brauche. Deshalb zogen wir zum Eingangstor und von dort aus dankte der Rex seiner Regierung für ihre Hilfe. Es gab einen Moment der Spannung. Schweigen. Wer wird der neue Rex sein? Blaž Kernel aber kündigte an, dass der kommende Muftikrex… erst an der Piscina ernannt wird. In einer stillen Prozession, in der wir erraten haben, wer es sein könnte, zogen wir zum Pool, wo der höchste Rex selbst den Namen ausrief: Šimon Rábara.

Da die Brüder mit der Geschichte und den Bräuchen des Kollegs gut vertraut sind, musste der neue Rex versuchen, festzustellen, ob das Wasser in der Piscina auch kalt genug war. Nachdem er sich von dem Schock, dem Dröhnen der Menschenmenge und dem Ausruf „Vivat!“ erholt hatte, übergab ihm der alte Rex sein Amt durch Salbung mit Öl. Nach diesen Zeremonien wurden die die Feierlichkeiten fortgesetzt.

Am nächsten Tag bereiteten uns unsere Brüder aus Siebenbürgen und ihr Küchenchef Kovács Szabolcz ein Gulasch zum Abendessen zu, für das sie ein großes Dankeschön verdienen.