17.2. – 20.2.2020

Wegen der Corona-Pandemie musste leider die Siebenkirchenwallfahrt in diesem Jahr ausfallen. Da diese ein wichtiges Element des Studienjahres ist, haben einige Germaniker diese Wallfahrt in kleiner Gruppe nachgeholt, nachdem die Maßnahmen gelockert wurden.

Wie das Leben im Kolleg während der Pandemie von März bis Juni 2020 verlief, wurde bereits in der letzten Ausgabe des Korrespondenzblattes ausführlich dargestellt. Der damalige Präfekt Phillip Ottiger, so wie die Studenten Ivo Markič und Philipp Fiala veröffentlichten eigene Beiträge.

Fast alle Punkte des Kollegsprogrammes, die wir für das zweite Semester geplant waren, mussten ausfallen.

Als Gemeinschaft haben wir uns aber sehr bemüht, dennoch vereint zu bleiben, uns gegenseitig zu ermutigen und nicht den Humor zu verlieren.

 

Trotz der Unmöglichkeit die Stationsmessen wie üblich in den verschiedenen Kirchen Roms zu feiern, wollten wir dieses Spezifikum des römischen kirchlichen Lebens nicht einfach auslassen.

So haben wir die Stationsmessen zumindest in der Kollegskirche mehrmals in der Woche begangen. Vielen Dank an Maximilian Brandt und Christoph Butschak für ihren priesterlichen Dienst und ihre Ermutigung auf dem Weg dem Auferstandenen entgegen.

 

Ostern fand in diesem Jahr im Kolleg und hinter verschlossenen Türen statt. Zum ersten Mal wurde die Liturgie also nicht wie üblich in der Kirche Sant‘Ignazio, sondern in der Kollegskirche gefeiert. Wir haben versucht, dieses größte Feste des Kirchenjahres trotz der Einschränkungen geistlich, mit Würde und in großer Freude zu feiern. Wir danken dem allmächtigen Gott, dass wir in dieser Zeit wie eine Familie zusammen sein konnten.

Die Liturgie vom Palmsonntag, am 5. April, die von Vito Urbanija gefeiert wurde, war der Beginn einer großartigen Woche. Am Donnerstag, dem 9. April, feierte Pater Rektor Stefan Dartmann SJ die Heilige Messe zum Gedenken an das Letzte Abendmahl. Das Waschen der Füße wurde in diesem Jahr ausgelassen. Am Karfreitag starteten wir morgens mit den traditionellen Karmetten. Bis zum Mittagessen wurde ‚The Passion‘ im Gregoriussaal gezeigt. Um 15:00 Uhr begann die Karfreitags-Liturgie unter dem Vorsitz von Georg Taubitz. Abends beteten wir im Innenhof die Kreuzwegstationen in der italienischen Sprache.

Maximilian Brandt zelebrierte die Liturgie der Osternacht. Der Liturgie folgte das Ientaculum gaudiosum in Gregoriussaal.

Am Ostermorgen gingen wir nicht wie üblich zum Petersplatz, sondern feierten die heilige Eucharistie in der Kollegskirche. Der Heiligen Messe stand Präfekt Philipp Ottiger vor. Nach Liturgie trafen wir uns gemeinsam im Gregoriussaal, wo wir die Online-Sendung des Urbi et Orbi vom Petersplatz ansahen.