Collegium Germanicum et Hungaricum

1 month 1 week ago

Gewalterfahrung und Perspektiven von Versöhnung standen am Mittwoch im Zentrum unserer ersten Akademieveranstaltung im neuem Studienjahr. Der Geschäftsführer der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Dr. Jörg Lüer, führte uns sehr anschaulich in diese ernste Thematik ein. Er plädierte gegenüber der theologischen Versuchung einer allzu schnellen Harmonisierung für einen realistischen und wachen Umgang mit geschehenem Unrecht. „Wer von Versöhnung sprechen will, muss zuerst von Unversöhntem sprechen.“ Erst wenn das Geschehene in aller Wahrhaftigkeit angeschaut werden kann, können sich Schritte der Versöhnung anschließen. Die Begleitung solcher Prozesse bauen auf eindeutige Solidarität mit den Opfern, viel Geduld und einen differenzierten Umgang mit Tätern. Diese müssen in ihren individuellen Entscheidungen, aber auch in ihrer systemischen Bedingtheit in den Blick genommen werden. Versöhnung kann nicht gemacht, vor allem nicht von außen inszeniert werden. Sie beginnt da, wo einzelne Menschen sich auf den Weg zu ihr machen. Dabei kann der Glaube eine große Rolle spielen, denn er verheißt: die oft als übermächtig erfahrene Gewalt behält nicht das letzte Wort, ist nicht letzte Wirklichkeit - sondern Gott.

Collegium Germanicum et Hungaricum

1 month 1 week ago

Heute ist der "alte" Weihetag (10. 10.). Herzlichen Glückwunsch an alle fratres maiores, die an diesem Tag geweiht wurden!

"In einem Bild ausgedrückt denke ich, dass Christen und Priester - auf ähnliche Weise - in geistlicher Hinsicht im heutigen Mitteleuropa wie Beduinen sind: Die Wüste, in der wir leben, ist hart aber reizvoll und hat ihre eigene Schönheit. Freilich ist das Leben in ihr anspruchsvoller und anstrengender als es ein Leben inmitten von Wiesen und Wäldern wäre. Zwei Dinge sind in diesem unseren Umfeld komplementär: Die Weiten stets aufs neue zu durchstreifen und auch immer wieder Oasen aufzusuchen. Beides ist auf gegenseitige Durchdringung angeweisen - denn das Erste führt ohne das Zweite zum Tod, das Zweite ohne das Erste zur Isolation. Zum Jahrestag der eigenen Weihe zu Exerzitien an den Ort der eigenen Ausbildung und Weihe zu reisen und sie mit einer Feier mit der jetzigen dortigen Gemeinschaft zu beschliessen, das ist für mich eine solche Oase."

Marco Schrage, FM

Collegium Germanicum et Hungaricum

1 month 3 weeks ago

Durch Handauflegung und Gebet hat Kardinal Luis Ladaria gestern einen unserer Studenten zum Priester und fünf weitere Mitbrüder zu Diakonen geweiht. Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen den Neugeweihten! Danke allen, die die Kandidaten auf ihrem Weg begleitet haben und gestern auf ganz verschiedene Weise dabei waren! 🙏

Collegium Germanicum et Hungaricum

1 month 3 weeks ago

Im engsten Kreise unserer Kollegsgemeinschaft haben wir heute unter dem Vorsitz von Kardinal Luis Ladaria, der spontan Kardinal Schönborn vertritt, die diesjährige Kelchweihvesper feierlich begangen. Neben der Kelchweihe für unseren Mitbruder, der morgen die Priesterweihe empfangen wird, legten fünf weitere Studenten in dieser Liturgie das Glaubensbekenntnis und den Treueid ab, um ebenfalls morgen die Diakonenweihe zu empfangen. Die Predigt hielt der Begleiter der Weiheexerzitien Prof. P. Dieter Böhler SJ. Er sprach über den Psalm 23, in der Gott als begleitender Hirt und stärkender Wirt vorgestellt wird. Den „herrlichen Kelch“, der in diesem Psalm prominent vorkommt, brachte er zusammen mit dem Kelchwort des Ersten Hochgebetes, das den „calix praeclarus“ zitiert. Er verband dies mit dem Wunsch, die Kandidaten mögen ihr Leben lang dem Hirten ihres Lebens trauen und sich an seinem Tisch erfrischen und stärken.
Wer der morgigen Liturgie der Priester- und Diakonenweihe folgen möchte, ist herzlich eingeladen. (bit.ly/2G4ew9d)

Collegium Germanicum et Hungaricum

1 month 3 weeks ago

Collegium Germanicum et Hungaricum is at Chiesa di Sant'Ignazio di Loyola in Campo Marzio.

1 month 3 weeks ago

Ein besonderer Auftakt des Studienjahres: Morgen findet die Priesterweihe eines Mitbruders aus Wien und die Diakonenweihe von weiteren fünf Mitbrüdern aus Köln und Žilina statt. Kardinal Ladaria wird in seiner Titelkirche in Sant'Ignazio die Weihen erteilen. Da nur geladene Gäste in die Kirche kommen dürfen, wird die Liturgie als Livestream über den Kanal Gesuiti a Roma (www.youtube.com/channel/UCHwLmvLAPfdaM9IM4TYermg) ab 9 Uhr übertragen. Wir bitten um Ihr und euer Gebet für die Weihekandidaten!

Collegium Germanicum et Hungaricum

1 month 4 weeks ago

Mit der Wallfahrt zur Madonna delle Grazie auf der Mentorella beenden unsere Neugermaniker die Neugermanikerzeit und die geistlichen Exerzitien. Wir habe auch für alle Germaniker, die wegen der Covid-Maßnahmen nicht dabei sein konnten, und für euch alle gebetet!

Collegium Germanicum et Hungaricum is at Santuario Della Madonna Del Buon Consiglio Genazzano.

6 months 5 days ago

Am Ende des siebzigtägigen italienische Lockdowns hat die Kommunität von San Pastore eine Wallfahrt nach Genazzano, also zur Madonna del Buon Consiglio, unternommen, um Dank für diese intensive Zeit zu sagen, die von großer Mitbrüderlichkeit geprägt war, aber auch um für die Opfer dieser Pandemie zu beten. Schon in früheren Jahrhunderten suchten Gläubige diesen Heiligen Ort auf, um in Zeiten der Pest oder anderen Seuchen für das Heil des Leibes und der Seelen zu beten. Zudem ist die Basilica auch ein traditioneller Wallfahrtsort der Germaniker. Das war heute ein sehr bewegender Moment!

Madonna del Buon Consiglio, prega per noi!

Collegium Germanicum et Hungaricum

6 months 6 days ago

Ein Schritt zur Normalität

Collegium Germanicum et Hungaricum

6 months 3 weeks ago

Heute feiert das Kolleg den Hl. Petrus Canisius!

"Petrus Canisius wurde am 8. Mai 1521 in Nimwegen geboren. Er wuchs in den Jahren auf, als sich der Pro­testantismus in Norddeutschland ausbreitete. Er stu­dierte in Köln und schloss sich 1543 als erster Bewoh­ner des Heiligen Römischen Reiches dem Jesuitenor­den an. Die nächsten fünfunddreißig Jahre widmete er sich durch akademische Lehrtätigkeit, Predigten und schriftstellerische Arbeit der Wiedergewinnung Deutschlands für den katholischen Glauben. Große Bedeutung hatten auch in den nachfolgenden Jahrhun­derten seine Katechismen. 1556 bis 1569 war er erster Oberer der Oberdeutschen Ordensprovinz der Gesell­schaft Jesu. Er nahm an Reichstagen und Religionsge­sprächen teil. Bei katholischen Fürsten warb er darum, Studenten in das Collegium Germanicum zu schicken, und er kümmerte sich sehr um die Belange des Kollegs, so dass ihm Anteil an der sogenannten Wiedergrün­dung des Kollegs 1573 durch Papst Gregor XIII. und den Konstitutionen von 1583 zukommt. 1580 wurde Canisius nach Freiburg in die Schweiz geschickt; dort starb er am 21. Dezember 1597 in dem von ihm ge­gründeten Kolleg.

Herr, unser Gott,
du hast den heiligen Petrus Canisius berufen,
in Wort und Schrift den katholischen Glauben kraftvoll zu verteidigen.
Höre auf seine Fürsprache.
Lass alle, die nach der Wahrheit suchen,
dich finden,
und erhalte deine Gläubigen im Bekenntnis zu dir
durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der mit dir lebt und herrscht
in Ewigkeit.
Amen." *

(Bild: Altar-Mosaik des Hl. Petrus Canisius in der ehemaligen Krypta

*Text entnommen aus: CGU (Hrsg.), Eigenfeiern von Messe und Stundengebet. Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum, Rom 2006.)


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