Am 12. Oktober 2019

Wer heutzutage von Deutschland oder dem Alpenraum aus in Richtung Rom fährt, nimmt die Autostrada A1. Zu Zeiten eines Martin Luther oder eines Ignatius von Loyola mussten die Reisenden jedoch die Via Francigena nehmen, also Fernstraßen von England nach Rom, die über fränkisches Territorium führten. Der diesjährige Ökumene-Kreis hat es sich deshalb nicht nehmen lassen, diese bedeutende Lebensader des ehemaligen Kirchenstaates zu erkunden.

Der evangelische Kirchenhistoriker Professor Martin Wallraff begleitete die Mitglieder des Ökumene-Kreises auf ihrem Weg und erschloss herausragende Wegmarken an den Rändern der Stadt Roms und im Norden des Latium. So führte uns Professor Wallraff nach La Storta, dem Ort einer Christus-Vision unseres Hl. Vaters Ignatius. Dort erhielt er auch göttlichen Zuspruch für seine Mission: “Ego vobis Romae propitius ero. – Ich werde euch in Rom gnädig sein” Ein Spruch, der uns Germaniker auf unserem Ausbildungsweg immer wieder begleitet. Der Weg führte uns dann nach Sutri, einer alten Bischofsstadt mit beeindruckenden Felskirchen und einem aus dem Stein eines Hügels gehauenen Amphitheater. Zudem besichtigten wir die Kathedrale und die Krypta der “antichissima Città di Sutri”. Das Pranzo al Sacco nahmen wir in einem Olivenhain und unter dem Schatten eines römischen Grabmonuments an der ehemaligen Via Francigena ein.

Krönender Abschluss unseres Ausfluges war die Abendandacht in der Kapelle Sant´Eusebio bei Ronciglione. Nach einem Tag ersten gemeinsamen Kennenlernens, historischer Bildung und Gebet sind wir abends wieder nach Rom zurückgefahren und freuen uns auf ein neues ökumenisches Jahr mit spannenden Diskussionen! Ein herzlicher Dank gilt Prof. Martin Wallraff, der die Via Francigena für uns fachkundig erschlossen hat!