Am Abend des 30. Oktobers durften wir Herrn FM Prof. Peter Schallenberg bei uns im Kolleg zum Akademievortrag über dieses “heiße sozial-ethische Eisen” begrüßen.

Dabei stellte er uns in seinem Vortrag den Staat, in seiner anthropologisch – theologischen Notwendigkeit, als “status iustitiae” dar. Gemäß Augustinus De civitate Dei kann der Staat, einen Zustand des Rechts herstellen, d.h. für Gerechtigkeit sorgen, jedoch nicht das Glück seiner Bürger gewährleisten. Die Notwendigkeit des Staates ist somit eine Folge des Sündenfalls, nach dem es einer äußeren Ordnung, also des staatlichen Rechts bedarf, um das friedliche Zusammenleben der Menschen zu gewährleisten. Hierbei geht der christliche Anspruch jedoch über die bloße Gerechtigkeit hinaus, da er seine volle Verwirklichung erst im Doppelgebot der Liebe findet, worin der spezifische Weltauftrag des Christen im Staat besteht. Glück ist nicht zu kodifizieren und in Recht zu gießen. Dies ist auch das Neue und Besondere, was die die Christen in die Debatte um eine sozial verträgliche Wirtschaft und Politik positiv einbringen können.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich für diesen fulminanten Vortrag bei Frater Maior Prof. Schallenberg, der uns mit umfassenden Informationen zum komplexen Thema “Wirtschaft & Ethik” versorgt hat, aber auch mit viel Humor und schönen Anekdoten gespickt war.